Die Existenzangst im Cockpit

  • Hmm finde die Forderungen und Aussagen teilweise etwas überzogen:

    Aussage 1 : Krisensicherer Job bei Lufthansa... den Presseberichten der letzten Jahre war das kein so sicherer Job.

    Aussage 2 : Jungen Piloten eine Perspektive aufzeigen da keine Ausbildung und viele Schulden: suggeriert das hier so etwas wie eine übertarifliche Abfindung zur Schuldentilgung gezahlt werden soll. Warum? Welches Arbeitsamt übernimmt die Schulden der Techniker Und Meister die freigestellt werden? Warum soll der Staat da einspringen? Es ist sicher bitter für die Piloten aber warum ist man enttäuscht als ungelernter einen Staplerjob angeboten zu bekommen? Was bekommt ein Ingenieur auf dem Arbeitsamt angeboten? Beim Arbeitsamt geht es nicht darum irgendwelche Spitzenhobs zu vermitteln. Hier ist die betroffene Person gefragt.

  • Habe über eine Stunde die Kommentare dort gelesen. Eins war, zieht man die Nase nach oben, kommt irgendwann der Strömungsabriss.


    Viele scheinen kein Mitleid zu haben mit LH Personal. Das elitäre Gehabe wird denen vorgeworfen. seien es die Flugschüler in Bremen, sei es die LH Crew.


    Jedenfalls betrifft Corona uns alle.


    Und diese 9 Milliarden werden sehr bald aufgebraucht sein.

  • Na, es geht hier nicht um fehlendes Mitleid. Ich selbst kenne zwei Piloten. Beide on Ground , beide müssen sich umschauen. Warum muss der Staat dies jetzt abfangen, wenn abzusehen ist, dass es nicht temporär ist. Der Vorschlag zur Umschulung zum Lokführer finde ich gar nichtmal so schlecht. Das Kabinenpersonal wird gar nicht erwähnt . Das sind ebenfalls Tätigkeitsgruppen die betroffen sind. Wo will man anfangen wo aufhören?

  • Keine Frage, die ganze grundsätzliche Sitiuation wegen Corona ist für sehr viele Menschen extrem blöd, jetzt mal nur wegen dem finanziellem gesehen.


    Auf eine solche Situation ist und war niemand vorbereitet und hat auch nie jemand mal mit gerechnet.


    Jetzt nur mal die Luftfahrtbranche betrachtet, ea ist natürlich ganz großer Mist wenn von einen Tag auf den anderen dein ganzes berufliches Leben zusammenbricht und zusätzlich auch der restliche Arbeitsmarkt stark betroffen ist.

    Ja ist schon nicht so leicht zu verstehen, weshalb das Cockpitpersonal z.B. beim Arbeitsamt als ungelernte für den restlichen Berufsmarkt betrachtet werden. Da lernt man für viel Geld Pilot / Pilotin zu werden, man muß wirklich sehr viel vielschichtiges lernen und dann bekommt man sowas zu hören.


    Auch muß das ein ziemlicher Rückschlag für alle Flugschüler bei der Lufthansaschule gewesen sein, als man ihnen mitteilte, daß die Schulung vorerst nicht weitergeführt werden kann, einmal wegen den Coronaregeln und aber auch weil Lufthansa plötzlich keinen Bedarf mehr für neue Piloten hat.

    Und das wo die Schüler ihre Ausbildung ja überwiegend selber finanzieren müssen und somit meißtens dafür Schulden machen müssen.

    Da fragt man sich dann eben schon "Wofür haben ich denn nun so viel Geld ausgegeben wo mir plötzlich dann die Schule die weiteren Ausbildung verweigert, geschweige die Chance zu haben nach der Ausbildung auch eine Anstellung bei einer Luftfahrtgesellschaft zu bekommen, damit man eben seine Schulden zurückzahlen kann."


    Wie gesagt, das sind alles keine einfachen Zustände, aber man darf nicht vergessen, daß wegen der aktuellen Situation noch sehr viel mehr Berufe und sonstige Arbeitnehmer und Selbständige eigentlich das gleiche Problem haben. Sie können / dürfen momentan ihrer Tätigkeit nicht nachgehen und können somit auch kein Geld verdienen, aber die laufenden Kosten müssen weiter beglichen werden.


    Da sind leider viele Ideen gefragt, also wie man erstmal weiter Geld verdienen könnte und die Möglichkeiten sind eben auch noch eingeschränkt.


    Ich drücke jedem betroffenen einfach nur alle Daumen das sie vertretbare Auswege finden, hoffentlich wird sich alles auch mal wieder bessern.

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