Der FSX in der Flug-Sim-Community in 2021

  • Hallo zusammen,

    in Whiggys jährlichem Beitrag "Im Gedenken an YPVA" hat sich eine interessante Diskussion entwickelt.

    RE: Im Gendenken an YPVA!!

    Um das dortige Thema nicht zu sehr ins Off-Topic abdriften zu lassen, erstelle ich hierzu ein neues Thema, wenn das okay ist.


    Mike PTI139 schrieb:

    [Vollzitat] Nicht mehr der Jüngste zu sein heisst ja nicht völlig unbrauchbar - das merken wir Älteren doch auch an uns selbst. Ganz im Gegenteil: Mit dem Alter gewinnt man auch an Reife und viele sogar an Klugheit - das ist bei Flugsimulatoren nicht anders.

    Torsten hat Recht, dass man mit dem von Whiggy beschriebenen System den FSX (und andere Simulatonen) noch problemlos betreiben kann.

    Aber der FSX ist nun mal nicht mehr State of the Art - das schreibe ich als jemand, der immer noch - meistens - mit dem FSX unterwegs ist und immer noch viel Spass daran hat (und es noch länger so halten will).

    Den neuen MSFS zumindest nebenbei auszuprobieren geht mit den beschriebenen Spezifikationen aber schon allein wegen des Betriebssystems nicht mehr. Und dass der „Neue“ trotz vieler Mängel ein Quantensprung in der Flugsimulation zu werden scheint, verneinen nur ganz Wenige.

    Ich kenn das Gefühl des Abgehängtseins, dass du beschrieben hast, Torsten, ganz gut, weil ich den Prepar3D einfach links liegen gelassen habe und mich weiter mit dem FSX be- und vergnügt habe. Aber inzwischen denke ich, dass es die richtige Entscheidung war. Trotzdem habe ich mir den Luxus erlaubt, mir zusätzlich zu meinem Win7 Rechner einen neuen Win10 Rechner zusammenzubauen, um den MSFS von Anfang an mit teilnehmendem Interesse miterleben zu können. Dadurch wird es auch wieder Interessanter, die Diskussionen in den Foren mitzuverfolgen.

    [Zitat Ende]


    Was heißt hier "Aber der FSX ist nun mal nicht mehr State of the Art"?

    Wie definierst Du State of the Art?


    Die neueren FlugSims haben jeweils gravierende Nachteile (z.B. Ressourcenhunger, Darstellungsmängel, Addon-Angebot u.a.m.), die durch die mageren erzielbaren(?) Vorteile für mich nicht wettgemacht werden.

    Sie haben zwar durchaus ihre Daseinsberechtigng, weil sie bestimmte Nischen besser abdecken, aber in Summe . . .

    Es kommt ja immer auf das Gesamtpaket an, einschließlich der Hardware, die benötigt wird, damit man ein zufriedenstellendes Ergebnis erhält.


    Das hast Du ja offenbar genauso gesehen. Und für mich, Dich und viele andere war es absolut die richtige Entscheidung, sich immer wieder für den FSX und gegen die Nachfolger entschieden zu haben.

    So möchte ich besser nicht genauer wissen, was z.B. viele P3Dler über die Jahre in ihre mehrmaligen Hardware-Updates (Geld) und Software-Updates (Geld und Zeit) gesteckt haben. Und was haben sie nun davon? Sie müssen die Wolkenschatten, die die Landschaft verschandeln, und die lästigen Cockpitschatten hochdrehen, damit sich die Investitionen auch gelohnt haben ;)

    (Man verzeihe mir diese zugespitzte Darstellung. Ich hoffe, Ihr wisst, was gemeint ist. Natürlich ist es auch interessant, die aktuellen Software-Entwicklungen zeitnah mitzuverfolgen. Und wenn man Computer-begeistert ist, dann fließt sowieso viel vom Hobbyetat in die Hardware. Ich bin eben so gestrickt, dass ich mir gern etwas Gutes leiste, aber das muss dann lange halten und ich achte immer auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.)


    Und da ist meiner Meinung nach als FSXler falsche Scham unangebracht, sondern eher bodentiefe Zufriedenheit und durchaus auch Stolz darauf, genau zu wissen, worauf es einem bei der Flugsimulation wirklich ankommt und dass man nicht den omnipräsenten Marketingparolen auf den Leim gegangen ist.

    Und dass der MSFS derzeit noch nicht ausgereift ist, wissen wir alle. Wenn man nicht aus anderen Gründen sowieso einen neuen Rechner kaufen möchte (oder einem die bloße Neugier dies wert ist, so wie Dir), wäre es töricht, jetzt schon Hardware-Investitionen extra dafür zu tätigen. So sehe ich das.


    FAZIT:

    Statt sich von den Marketingstrategen und Influencern manipulieren und in die Schmuddelecke "nicht mehr State of the Art" schieben zu lassen, können sich die FSXler m.M.n. getrost mit erhobenem Haupt zeigen und sich auf die Schulter klopfen "ich habe alles richtig gemacht!".

    Dann gäbe es wieder eine lebendige Community, die aus vielen Simmern besteht und nicht nur zu 90% aus Entwicklern und Influencern für Aerosoft, O..x, LR und 5% Anfängern, die Probleme mit der MSFS-Installation habe, wie man dies in anderen Foren leider beobachten muss.


    POSITIVER AUSBLICK:

    Während die verknöcherten (= völlig unsensiblen) old-school Marketing-Strategen wie M. K.k mit ihrem Rumgehacke auf älteren Sims

    (erst wurde man zum Umstieg auf die damals schrottigen X-Plane 9 / 10 und vermatschten P3D V1-3 animiert und jetzt werden die ausgereifteren Versionen XP11 und P3D V4.5 für tot erklärt)

    der Community und damit sich selbst massiv schaden, wäre eine lebendige Community wirklich zum Vorteil für alle Beteiligten.

    Ich hoffe, darauf können wir uns alle einigen.


    APPELL:

    In diesem Sinne würde ich mich sehr freuen, wenn die bisher still mitlesenden FSXler sich wieder mehr beteiligen und dabei gerne auch mehr Selbstbewusstsein zeigen. Oder wenigstens öfters mal ein Like hinterlassen.

    Klar kann ich es verstehen, dass man es langsam leid ist, immer wieder schräge, unqualifizierte und oft wahrheitsverdrehende Seitenhiebe lesen zu müssen und sich deshalb charmant aus den Foren zurückzieht.

    Andererseits liegt es an Euch, an uns allen, ob hier wieder eine Community entsteht, die für jede Leidenschaft und jeden Geldbeutel etwas bietet. Also Simmer für Simmer. Und somit auch ein Nährboden für zufriedenen Nachwuchs in der Community!

    Oder ob die Entwickler und Influencer mehr oder weniger unter sich bleiben, wie in so manchem Verkaufsförderungs-Forum hier in der Szene.


    Bons vols

    Torsten

  • Ich lese auch gerne laut mit und fliege immer noch mit dem FSX.

    Ich sehe zwar die Eye Candies im P3D und FS2020, Regentropfen und Vogelschiss auf den Scheiben, glänzende Pfützen mit schimmerndem Ölfilm, aber ich möchte gerne möglichst realitätsnah fliegen und die Procedures abhandeln, nicht nur solche Details sehen. Das kann ich mit der Majestics Dash 8 und der PMDG, selbst den Airbus vom Griechen könnte ich nutzen (bin aber wegen der FPS etwas zögerlich).

    Die realen Simulatoren (Luftfahrt und Bahn) sind da optisch noch spartanischer, da bietet der FSX doch schon einen guten Kompromiß.

    Überdies habe ich ausgerechnet, was ich inklusive neuem Rechner für den Umstieg FSX - P3D und nun wahrscheinlich weiter zum FS2020 bezahlt hätte, Unsummen!


    Frank :flieger:

  • Was heißt hier "Aber der FSX ist nun mal nicht mehr State of the Art"?

    Wie definierst Du State of the Art?


    Vielen Dank, Torsten, für die Eröffnung dieses interessanten Themas und dein Statement.


    Mit "State of the Art" meinte ich einfach "Stand der Technik", wohl wissend, dass der "neueste Schrei" nicht immer in jeder Hinsicht das Beste sein muss.


    In Summe ist der FSX für mich auch immer noch "mein Flugsimulator", den ich am liebsten benutze. Den MSFS probiere ich eigentlich immer nur mal zwischendurch aus - meistens nachdem ein neues Patch von ASOBO erschien, um mir den jeweiligen Stand anzusehen und ein wenig in der wirklich sehr gut gelungenen Standard-Szenerie / dem Standard-Wetter herum zu gurken oder einfach mal auszuprobieren, ob man nicht das Kunststück vollbringen kann, mal den einen oder anderen Flug ohne Programmabsturz durchzuführen.


    Da es aber irgendwann einmal sein könnte, dass der FSX nicht mehr in zumutbarer Weise betrieben werden könnte (weil die Hardware und/oder das Betriebssystem, die Treiber, die Peripherie nicht mehr mitspielen), muss man ja als vorsorglicher Mensch die Fühler ausstrecken und schon mal schauen, wie man "morgen" unterwegs sein wird.


    Beim Prepare3D habe ich das nicht getan (da habe fand ich das Verhältnis von finanziellem und zeitlichem Aufwand und Nutzen nicht vernünftig) und beim X-Plane kam das wegen der schlechten Flugphysik und anderer Nachteile nicht in Frage.


    Ich will gar nicht ausschließen, dass das "Nebenhobby" MSFS auf die Dauer die falsche Entscheidung ist. Ich bin mir noch nicht sicher, dass der MSFS am Ende des Tages wirklich ein brauchbarer Flugsimulator wird, der auch das umsetzt, was Frank geschrieben hat:

    ...aber ich möchte gerne möglichst realitätsnah fliegen und die Procedures abhandeln, nicht nur solche Details sehen...


    Frank :flieger:


    Wenn der MSFS in einem halben oder ganzen Jahr als erweitertes Flugspiel in ein auf dem PC benutzbares X-Box-Game mündet, werde ich mich wieder davon verabschieden und den FSX weiternutzen, bis irgendetwas unsere jahrelange Zusammenarbeit scheidet. Ich bin zu lange Flugsimmer, als dass ich mich mit "Spielkram" und ausschließlich schöner Kulisse abfinden könnte. Dann suche ich mir ein anderes Hobby (in Bahnsimulation und EEP habe ich auch schon gelegentlich reingeschnuppert.)


    Falls es noch zu wenig Selbstbewusste unter uns FSXlern gibt, können wir ja eine Selbsthilfegruppe gründen (Vorschlag "Die anonymen FSXler" oder sowas Ähnliches). Auf jeden Fall sollten wir den Humor und natürlich den Spass an der Flugsimulation nicht verlieren.


    :)

  • Ich sehe das als FSXler ganz entspannt und kann sowohl mit dem Hochjubeln wie mit dem Bashing der unterschiedlichen Flugsimulatoren bestens umgehen, da die entsprechenden threads/posts für mich im besten Fall Unterhaltungscharakter haben. Ich meinerseits bin beim FSX geblieben, weil mir p3d (und bis jetzt auch der MSFS) keinen eindeutigen Mehrwert bzgl. meiner Verwendung des Sims als Airline "Pilot" bringen würden. p3d hat die Optik verbessert, der MSFS diese revolutioniert. Aber was die Modellierung der Aerodynamik (der Dickbleche) angeht, hat sich diesbezüglich in den Jahren nicht viel getan (außer vielleicht bei x-plane, wie man liest).

    Klar, der FSX steht auf dem Abstellgleis. Der große Vorteil meines Erachtens: Man hat seine Ruhe und muss sich nicht ständig mit Patches, Updates und Upgrades (und deren negativen Folgen) rumschlagen. Die verbesserte bzw. sehr gute Optik/Landschaftsdarstellung/Lichtverhältnisse vom MSFS faszinieren, aber wiegen für mich die Investitionen in Zeit, Nerven und Geld im Augenblick nicht auf, ganz abgesehen davon, dass meine Cockpit Hardware im Augenblick in den Neuen nicht integriert werden kann. Insofern warte ich gelassen ab, was sich diesbezüglich tun wird.

    Gruß, René

  • Ich bin immer wieder positiv überrascht, in Screenshots zu sehen oder in Berichten zu lesen, welche unterschiedlichsten Interessen mit dem FSX abgedeckt werden und mit welcher Bandbreite man sich den FSX ausbauen kann. Danke für Eure Berichte!


    Ich bilde mir ein, den FSX schon sehr vielfältig zu nutzen, da ich immer sehr gerne über den eigenen Tellerrand schaue und offen für viele Themen bin. Aber wenn man dann von anderen FSX-Nutzern liest, stelle ich fest, dass ich bislang nur einen kleinen Teil seines Potentials genutzt habe.


    Auch von daher ist ein gutes Forum mit vielen aktiven Simmern und vielfältigen Interessen durch nichts zu ersetzen.


    Bei anderen Foren merkt man doch schnell, dass der harte Kern mehr oder weniger im eigenen Saft schmort.
    Da geht es meist um das neueste Update, welche Addons noch kompatibel sind und welche Probleme bereiten, welche Bugs noch bestehen oder gar dazugekommen sind und wo man Patches und Mods herbekommt. Und dann kommt der nächste Hotfix, das nächste Update, die nächste Teilversion und die gleiche Leier geht wieder von vorne los.


    Die interessanten Themen zu realitätsnahen Prozeduren, spannenden RealLife-Ereignissen, den besten fotorealen Szenerien, dem Painting von Flugzeugen, interessante Literatur usw. usf. und auch mal eine Prise Humor gibt es offensichtlich immer dort, wo eine "kritische Masse" an FSX-Simmern vertreten ist.
    Ich bin gespannt, wie sich dies Forum entwickelt - ich gerate ins Träumen . . .


    Bons vols
    Torsten

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