Flugsimulatoren: Das schwarze Schaf unter den Unterhaltungsprogrammen?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wenn ich das mal aus meiner Warte schildern darf: Baujahr 1983, seit 1997 passionierter Gamer in verschiedenen Genres. Vielseitig interessiert.

      Ich habe mir kürzlich den FSX gekauft. Einen Flightstick hatte ich irgendwo in einer Kiste, aus der Zeit, als ich mit ca. 17 an einem FluSi saß uns gar nichts kapiert habe.

      Jetzt bin ich 33 und kapiere immer noch nicht viel mehr. Das virtuelle Fliegen macht mir Spaß. Viel lieber würde ich einen Flugschein machen. Aber das ist mir wirklich zu teuer. Also starre ich auf verpixelte Landschaften hinab, die nicht einmal ansatzweise wie die Realität aufgebaut sind. Siehe v.a. Städte in FSX.

      Aber es macht trotzdem Spaß. Ich habe kein selbst gebautes Cockpit. Werde ich mir auch nie anschaffen. Ich kenne viele Begriffe einfach nicht, aber ich versuche sie zu lernen. Ich weiß auch nicht, ob die enthaltenen Flugzeuge gut oder schlecht sind. Auch weiß ich nicht, was einen FluSi realistischer macht.

      Ich habe davon keine Ahnung und man verliert schnell die Lust am lernen, wenn man einerseits in unübersichtlichen Infos erstickt und andererseits von anderen "Simulanten" als minderwertig behandelt wird. Da sagt sich die Gamer: "Dann mache ich halt was anderes."

      Und dann gibt er auch kein Geld aus und der Markt muss ohne weitere Einnahmen auskommen.

      Ich habe hier im Forum eine Frage gestellt und sehr schnell und freundlich hilfreiche Antworten bekommen. Mit Google ließ mein Problem nicht lösen. Auch mit YouTube nicht.

      Und andernorts wird man wie ein Minderbemittelter behandelt, wenn man etwas nicht weiß.

      Ich denke, dass dort die Hürden liegen.

      Heute habe ich erstmal eine sehr gute Landung ohne Crash hingekommen und das hat mich direkt motiviert. Aber wenn ich daran denke, dass ich demnächst versuchen möchte, den FSX realistischer zu gestalten, graust es mir bereits vor der Suche nach Informationen.

      Grüße,
      Skradan

      Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk
    • Hallo Skradan

      Ich kann dich nur ermutigen: Mach das, woran du Spass hast. Es hat dir niemand zu sagen, wie ernst du das Spiel nehmen sollst und was du lernen musst und was nicht. Wenn jemand alle Instrumente eines Airliners kennen will, dann soll er das machen. Wenn jemand dann sein Besserwissen zur schau stellen muss, ... . Na, ja, lassen wir ihn. Die meisten machen es einfach aus Freude und Interesse.

      Es gibt auch viele, die nicht so gerne Airliner fliegen, weil man damit nur auf Grossflugplätzen und sonst meist über den Wolken unterwegs ist. Wenn einem die technischen Geräte nicht interessieren ist das relativ langweilig. Man kann auch mit einem Kleinflugzeug durch eine schöne Gegend knattern. Heli, Segelflieger und Kunstflugzeuge bieten wieder andere Herausforderungen. Ich würde versuchen mich langsam einzuleben. Probier verschiedenes aus und lies, was dich interessiert. Dann bietet dir der Flusi und die Luftfahrt noch lange immer wieder interessante Themen, mit denen du dich beschäftigen kannst.

      Kauf auch noch nicht zu viele Addons. Mit der Zeit weiss du besser, was dich anspricht und was du möchtest. Bie Addons würde ich auch darauf achten, dass sie wenn möglich auch für Prepar3d kompatibel sind. Möglicherweise möchtest du ja einmal auf P3D umsteigen. Viele probieren auch X-Plane aus (da kann man aber keine Addons übernehmen).
      viele Grüsse Martin

      Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 13.06.2017)
      Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

      i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit
    • Skradan schrieb:

      Ich habe davon keine Ahnung und man verliert schnell die Lust am lernen, wenn man einerseits in unübersichtlichen Infos erstickt und andererseits von anderen "Simulanten" als minderwertig behandelt wird. Da sagt sich die Gamer: "Dann mache ich halt was anderes."
      Ich hatte ja schon auf Seite 2 dieses Threads gemeint, dass es früher eine wesentlich bessere Einstiegsliteratur zum Thema Flugsimulation gab als heutzutage, und auch ein paar Beispielbilder verlinkt.
      Ist vielleicht eine Marktlücke nach so langer Zeit mal wieder ein (vom konkreten Simulator unabhängiges) Buch mit den "Basics" der Fliegerei zu veröffentlichen, das neben allgemeinen Grundlagen (wie Aerodynamik, Technik - wozu Leanen oder Trimmen, was ist der Unterschied zwischen Höhe und Flugfläche, Lufträume, ggf. Sprechfunk, was sind Qnh, VOR, oder Vne?) auch mal die einzelnen Instrumente zumindest in einem GA-Flieger erklärt (z.B. was bedeuten die Farbmarkierungen im Fahrtmesser der Cessna) , ein bisschen Funknavigation erörtert, und die Bedienung der gängigsten Garmin GPS Systeme, so wie sie derzeit im Flusi modelliert sind aufzeigt. Oder, weil es wohl schneller geht: Das Ganze als YouTube Videoreihe aufziehen? Mir fehlt leider (und das meine ich ehrlich) die Zeit für so etwas. Eben so eine richtig kleine, auf Simulatoren abgestimmte, Flugschule für Einsteiger.
    • ...richtig, Senkrechtstarter! Ich sehe es ebenso.
      Anleitungen für Einsteiger sind zahlreich vorhanden. Und hier wird Dir ja auch geholfen.
      Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der traditionelle Unterricht mir am Besten geholfen hat. Die Beschäftigung mit Büchern oder Tutorials kann dazu führen, dass man an irgend einer Stelle den Zusammenhang nicht erkennt - oder etwas überliest...oder falsch interpretiert.

      Traditioneller Unterricht heißt ja nicht, dass man eine Schulbank drückt, es kann auch online sehr gut funktionieren.
      Ich bin vor mehreren Jahren einem Club beigetreten ( nein, keine Reklame :) ). Und als einen der ersten Schritte begann ich mit der VFR-Fliegerei, dann, sehr viel später mit der Königs-Disziplin, der IFR-Fliegerei. Und da ging es nicht um das Beherrschen der Instrumente, das wurde vorausgesetzt. Aber die Punkte, die Senkrechtstarter aufgeführt hat und einige mehr, die haben es schon in sich. Hilfsprogramme, wie der FSCommander, waren während des Fluges tabu. Geflogen wurde mit der Standard 737 aus dem FS9, es gab also kein FMC. Wir hatten uns zu orientieren ausschließlich anhand der VOR, NDB etc

      Nur mal so...
      Dieser Unterricht fand einmal wöchentlich mit etwa 5 Personen online statt, jeweils etwa 2,5 Stunden Theorie und 2,5 Stunden Praxis. Dann bekamst Du Deine "Hausaufgaben" übermittelt...:-)
      Bei der Lehrkraft handelt es sich um einen Profi! Der Unterrichtsstoff umfasste am Ende etwa 4 DIN-A4-Ordner
      Nach etwa einem halben Jahr, also nach 25 Einheiten, wurde eine Prüfung abgelegt, auch online. Nicht nur ich habe geschwitzt.

      Es war Stress, aber wir standen während des Unterrichts immer via Kopfhörer in Verbindung miteinander. Und das ist entscheidend - der ständige Kontakt, Du wurdest sofort auf Fehler oder Falsch-Interpretationen
      hingewiesen. Es konnten sich also keine Fehler bei Dir "einbrennen"!

      Aber so etwas kostet Zeit... und Durchhaltevermögen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WolfDieter ()

    • WolfDieter schrieb:

      Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass der traditionelle Unterricht mir am Besten geholfen hat.
      Aber, wenn du ein solches Angebot in Anspruch nimmst, gehoerst du bereits zu der Gruppe Enthusiasten, die den Flugsimulator bereits kennen und interessant finden, schon alleine, weil sie sich fuer Luftfahrt interessieren. Es geht aber darum, dass die Flugsimulation in Fachzeitschriften die sich generell an "Gamers" richten kaum bis garnicht erwaehnt werden. Und ich hatte ja bereits gesagt, dass man, aufgrund der Komplexitaet der Luftfahrt und den Moeglichkeiten der heutigen Sims vielleicht sogar noch auf Netzwerken wie IVAO und Vatsim, einen Gamer der nicht sowieso ein Interesse an Luftfahrt hat kaum erreichen kann. Entsprechend ist Flugsimulation in Gamerkreisen auch weniger "angesehen".

      WolfDieter schrieb:

      Die Beschäftigung mit Büchern oder Tutorials kann dazu führen, dass man an irgend einer Stelle den Zusammenhang nicht erkennt - oder etwas überliest...oder falsch interpretiert.
      Bei diesem Punkt stimme ich zu. Ich versuche hier im Forum fachlich zu helfen wo es geht. Wenn ich aber merke, dass die Fragestellung zu komplex wird (bzw. der Fragesteller sich bestimmte Sachverhalte zu einfach vorstellt) oder sich bestimmte Fragen nur schwer in einem Post vernuenftig und verstaendlich erklaeren lassen biete ich oftmals an, dem jenigen one on one zu helfen, weil man dadurch mehr erreicht. Auch bin ich von Youtube Videos nur selten ueberzeugt, weil da oftmals Dinge falsch erklaert werden oder grobe Fehler gemacht werden.

      WolfDieter schrieb:

      Der Unterrichtsstoff umfasste am Ende etwa 4 DIN-A4-Ordner
      Nach etwa einem halben Jahr, also nach 25 Einheiten, wurde eine Prüfung abgelegt, auch online. Nicht nur ich habe geschwitzt.
      Hier bin ich aber nicht ganz deiner Meinung. Ich finde es relativ einfach Radio Navigation, Airspaces, Altimetry, etc. beizubringen und denke nicht, dass es (solange der "Student" nicht enorme Probleme hat, technische Zusammenhaenge zu verstehen) lange dauert, diese Inhalte zu vermitteln. Ich kann denke ich behaupten, dass ich alle Formen der Navigation beherrsche, da hatten wir auch schonmal drueber gesprochen. Aber diese Basics sollten halt schon da sein, bevor man sich an eine 737 wagt (nicht so ein Default Ding, sondern eine realistische Systemsimulation wie die NGX), weil man die in der 737 so nicht mehr erlernen kann (kann man ggf. schon, wenn die Kiste auch mit ADF ausgestattet ist, aber dafuer ist erstmal wenig Kapazitaet frei, wenn ich jemandem den Flieger erklaeren muss).

      Die groesseren Probleme, die Leute haben und was entsprechend laenger dauert sind: Systeme verstehen, FMC verstehen, Flows und Checklisten kennen und verstehen, SOPs kennen und verstehen, Non Normals, sinnvolle AFDS Modes, Law (was darf ich und was nicht), Phraseology, etc. Wenn jemand ankommt und sagt "hey ich habe hier die PMDG NGX und will damit jetzt fliegen, aber ich bekomme das nicht hin", dann stellt er sich das zu einfach vor. Zum einem fehlen Grundlagen (aber keine was weiss ich wie viele Stunden, die Aussage finde ich irrefuehrend, so lange dauert das wirklich nicht), dann muss man erstmal den ganzen Flieger mehr oder weniger verstehen, bis man ihn in die Luft bekommt. Das ist einfacher fuer Leute, die vorher vielleicht ein anderes Flugzeug im Sim geflogen sind, da erklaerst du denen die Unterschiede und gut. Aber wenn jemand ohne irgend eine Ahnung wie ein modernes Verkehrsflugzeug geflogen und bedient werden muss ankommt und sich die NGX kauft, dann ist das schon ziemlich viel und da reden wir nicht (ausschliesslich) von Radio Navigation. Die faellt, wenn jemand in moeglichst kurzer Zeit lernen will mit der 737 umzugehen sogar (fast, ausser vielleicht ILS, LOC) komplett hinten rueber, weil wir sie in Zeiten von RNAV mit LNAV/VNAV zumindest im Sim um jemanden erstmal vernuenftig in die "Luft" zu bekommen garnicht brauchen. Natuerlich waere es schon, wenn jemand vorher die Grundlagen kennen wuerde, die meisten wollen das aber garnicht. Und wenn, dann bringe ich denen das schon relativ zuegig bei.
      Working on my crosswind landing technique in the PMDG NGX!
    • smub04

      Ich werde Dir im Anschluss eine pn übermitteln, weil ich das Haupt-Thema nicht verwässern möchte.
      Es geht um ein paar Zusatz-Informationen zur Dauer des Seminars.

      edit:
      kann man hier keine pn schreiben? Funktioniert es nur via "Konversation"?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WolfDieter () aus folgendem Grund: siehe edit

    • Ein paar Gedanken von mir zum Thema Flugsimulation; Möglichkeiten, Grundlagenwissen, Systemtiefen usw.
      Skradan schrieb u.a. darüber, wie schnell man von "Insidern" als "minderwertig" behandelt wird. Schlimm genug, finde ich, aber dazu vielleicht ein paar Worte, warum eingefleischte Simmer so etwas überhaupt kommunizieren, wenn sie merken das da jemand völlig ahnungslos ist.

      Die Fliegerei ist ein furchtbar komplexes Thema. Man muß sicherlich nicht mit der Frage anfangen warum ein Flugzeug fliegt, aber schon der Unterschied zwischen Airspeed und Groundspeed sollte bekannt sein und warum dies so wichtig ist. Grundlagen der Meteorologie/Wetterkunde gehören ebenfalls dazu; Was passiert wenn Tragflächen vereisen - oder der Vergaser eines Motors, warum passiert das, wann kann es passieren...die Liste liesse sich DIN A4-Seiten lang weiter fortführen.
      Wer einfach nur mal ein wenig rumfliegen will, für den gibt es einfachere und günstigere Alternativen als FSX, P3D oder X-Plane.
      Die letztgenannten sind für Leute interessant die bereit sind, sich Stück für Stück in ein nie endendes Thema einzuarbeiten.
      Und die, auch jene die sich vorher nie mit der Materie Fliegerei beschäftigt haben, sollten sich von den Gedanken verabschieden nach kürzester Zeit einen Airbus oder eine 737 fliegen zu können. Es wäre wie ein Fahrschüler den man in einen Maserati setzen würde. Wobei dieser Vergleich auch schon wieder nicht richtig ist, denn der Maserati "funktioniert" ja im Prinzip wie ein VW Käfer...
      Vor allem der P3D und X-Plane-Simulator haben einen Realismus erreicht, der die "Problematik" des Fliegens teilweise zu 100% erreicht, in fast allen Bereichen, vor allem aber z.B. in der Navigation. Was ein Simulator natürlich nie kann ist 100%tigen Realismus bieten.
      100 Prozent Realismus IST nämlich Real, z.B. das Gefühl im Hosenboden wenn man ein richtiges Flugzeug fliegt. Auch der Bereich Technik & Flugzeugsysteme ist bei einigen Add-On´s schon zu über 95% erreicht. Bei einer Boeing 737 hieße das allerdings Handbücher wälzen, mit 500 Seiten +. Und vieles was dort darin steht, setzt schon wieder Grundlagenwissen voraus, um es zu begreifen.
      Und da fragen sich einge natürlich: WAS will derjenige, der hier so "dumm" fragt, mit einem Achtzig Euro teuren Add-On Flieger, wenn er von Luftfahrt, bzw. vom "nackten" P3D schon keinen blassen Schimmer hat? Wie gesagt, solche Bemerkungen finde ich schon echt daneben, aber ich kann nachvollziehen warum einige so auf solche Leute reagieren.

      Zu mir: Etwa seit ich fünf bin lässt mich die Fliegerei nicht los. Sowas kommt heraus wenn man ein Kind in diesen jahren als "UM" mit dem Flugzeug verschickt. Bei mir war es eine Boeing 727-100 auf dem Weg von Hamburg nach Frankfurt. Schon mit sieben (wir wohnten in Hamburg-Eidelstedt) verblüffte ich meine Eltern damit, anhand des Triebwerkslärmes der startenden Maschinen, zu bestimmen welcher Flugzeugtyp da startet - und wohin. Ich bestand schon in diesen jahren darauf, mit dem aktuellsten kleinen roten Hamburger Flugplanes ausgestattet zu werden.
      Der Rest war einfacher als gedacht: Der Infernale Lärm der startenden Trident um ca. 18.00 Uhr konnte ja nur die BA nach London sein....
      Der Simulatorwahn begann mit dem FS4 und meinem ersten Desktop-Rechner, ein 486 DX40. Bis zum P3D liess ich natürlich keine FSX-Version bis dahin aus. Ich bin bis FS9 sehr viel Airliner geflogen; Ab dem FSX aber wurde mir das einarbeiten in sämtliche Flugzeugsysteme zu anstrengend.
      Seit dem FSX - und den orbx-Szenerien - habe ich mich komplett der GA zugewandt und mich i n t e n s i v mit der Cessna 172 und 182 beschäftigt, bzw. meine Kenntnisse in Meteorolgie und Navigation vertieft. Heute finde ich es z.B. mindestens genauso interessant sich mit der Flugvorbereitung, dem Betrachten des Wetters und der Zusammenstellung des Kartenmaterials zu beschäftigen. Im P3D waren die Cessna 172 bzw. 182 von A2A wie gemacht dafür. Seit einem halben Jahr bin ich überzeugter X-Planer und habe die Airfoillabs C172 für mich entdeckt, welche ich nur wärmstens empfehlen kann.
      Weiterhin "bilde" ich mich mit Real-Aviation Magazinen, Fachbüchern und über das Internet zum Thema GA fort und habe einen Heiden-Spaß daran.
      Der heutige Standard des X-Plane ist eine befriedigende Plattform, das gelernte umzusetzen.
      Eine vor drei Jahren begonnene (reale) Segelflugausbildung musste ich nach einem Jahr leider wieder abbrechen.

      Abschliessend möchte ich noch sagen: Wer nach dem Film "Top Gun" plötzlich die Neigung verspürt so eine F16 fliegen zu wollen, dem empfehle ich einen leichten Simulator zu kaufen, ohne weitere Systemtiefe. Gibt es ja durchaus auf dem Markt, Sparte Ballerspiele usw. Es macht definitv keinen Sinn sich dafür einen P3D oder X-Plane zu beschaffen, womöglich noch einen teuren Add-On-Flieger dazu. Jeder, der, fliegerisch unbelastet, dies tut wird nach einer halben Stunde frustriert feststellen, das dieses Geld zum "Fenster rausgeworfen" wurde.

      Wer sich aber intensiv mit dem Thema Fliegerei beschäftigen will, der sollte die siebzig Euro für z.B. X-Plane investieren. Es schadet - je nach persönlicher Neugier - auch nicht, sich Fachliteratur zu besorgen. Empfehlen kann ich, u.a. "Luftfahrt-Wissen" von Herbert Groß, erschienen im Motorbuch-Verlag.

      Für fliegerische Fragen, bzw. für Fragen zum Programm X-Plane ist dieses Forum zu empfehlen.

      Thorsten
    • Mehr Publicity für's Flugsimulator-Genre wäre natürlich einerseits von Vorteil. Aber andererseits halte ich diese auch nicht für überlebenswichtig. Was ich z.B. gar nicht befürworte, sind Reviews innerhalb der Computerspielepresse (Gamestar u.ä.). Das Thema Flugsimulation ist viel zu speziell, komplex und hat eindeutig zu wenig mit klassischer Unterhaltungssoftware zu tun, als dass es in diesen Medienbereich passen würde. Solche Websites überwachen ihr eigenes Nutzerverhalten schon selber gut genug. Die wissen dank ihres Nutzertrackings selber am besten, welche Themen ihre Leser interessieren und welche nicht. Es ist faktisch messbar, ob Artikel zum Thema Flugsimulation von der eigenen Lesergruppe geklickt werden oder eben nicht. Würde sich abzeichnen, dass Flugsimulatoren ein brandheisses, öffentlich begehrtes Topic wären, dann würde darüber auch aus allen Rohren berichtet werden. Ist es aber nicht. Damit muss man sich auch ein Stück weit abfinden.

      Darüber hinaus kann man wohl davon ausgehen, dass sich kaum einer der betreffenden Gamstar-PCGames-Redakteure wohl wirklich eigehend mit Flugsimulatoren beschäftigt. Daher bin ich letztendlich heilfroh darum, dass der reine Spielejournalismus offenbar Abstand davon nimmt, solche Nischenvertreter wie P3D oder X-Plane zu rezensieren. Das können die nämlich gar nicht leisten - schon allein konzeptionell nicht, da deren Wertungssysteme auf Spielspass und Entertainment ausgelegt sind. Und das sind Faktoren, die in einem realistischen Flugsimulator schlicht keine Rolle spielen.

      Sicher kann es vonseiten der Mainstream-Spieleseiten sinnvoll sein, hier und da mal eine Meldung zu aktuellen neuen Entwicklungen im Flugsimulatorgenre zu bringen. Aber ob z.B. Gamestar die richtige Journaille wäre, um fachlich gut ausgearbeitete Simulator-Fachartikel zu bringen, bezweifle ich aus genannten Gründen :)

      Wie bereits in diesem Thread geschrieben wurde: Das Interesse für Flugsimulation beginnt mit einem generellen Affinität für die Luftfahrt. Wer dieses Interesse hat, findet das was er sucht, leichter denn je. Junge Neuankömmlinge, die sich für Luftfahrt interessieren, kommen über einschlägige Websites oder Facebook-Gruppen zum Flugsimulator. Großangelegte Publicity nutzt gar nichts, wenn auf die falschen Kanäle gesetzt wird.

      Die jüngste Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass das Interesse ungebrochen ist: P3D, XP, FSW, Aerofly FS, Digital Combat Simulator sind ganz unterschiedliche Plattformen für unterschiedliche Interessenten. Es gibt nach einigen Jahren Durststrecke auf einmal wieder ein Angebot, wie wir es noch nie hatten.

      Es gibt also eigentlich überhaupt gar kein Problem.

      Wir müssen nur damit klarkommen, dass die Flugsimulation ein Nischenprodukt ist, und auch immer bleiben wird.
      Viele Grüße,
      Patrick

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pixelpilot ()

    • Patrick228 schrieb:

      Darüber hinaus kann man wohl davon ausgehen, dass sich kaum einer der betreffenden Gamstar-PCGames-Redakteure wohl wirklich eigehend mit Flugsimulatoren beschäftigt. Daher bin ich letztendlich heilfroh darum, dass der reine Spielejournalismus offenbar Abstand davon nimmt, solche Nischenvertreter wie P3D oder X-Plane zu rezensieren.
      Hallo Patrick,

      auch wenn ich Dir in vielen Punkten zustimme, so doch nicht zu 100%. Einerseits können Spiele Redakteure durchaus einen Flusi durch die Brille eines typischen Spielers, und somit u.a. unter dem Gesichtspunkt der Zugänglichkeit testen. Außerdem fand z.B. der Test zu X-Plane 10 bei 4 Players statt, nachdem sich der Redakteur den damals neuen Simulator drei Tage lang von einem erfahrenen X-Plane Nutzer erklären und zeigen ließ (was ich von besagtem "Trainer" auf einer Flugsimulator Konferenz erfahren habe). Wenn Spielemagazine nur über Dinge berichten würden, die gerade "hot" sind, dann würden sie vermutlich heute noch ausschließlich über Echtzeit Strategiespiele schreiben, und Perlen wie "Minecraft" oder "Superhot (VR)" würde niemand kennen.

      Und ja, Flugsimulatoren sind Nischenprodukte, aber das waren sie auch schon als der FSX damals herauskam, jedes Spielemagazin darüber berichtete, und hier im Forum richtig die Post abging. Soweit ich weiß laufen FSW, X-Plane 11 und Aerosoft FS2 bei Steam auch in der Rubrik "Spiele".

      Ich erwarte ja nicht, dass ein Bericht in einem einschlägigen Spielemagazin den ganz großen Hype los tritt, nur dass vielleicht der eine oder andere Leser, der das Thema nicht so auf dem Radar hatte, durch so einen Bericht auf das Genre Lust bekommt, und sich das mal näher anschaut. Viele andere Programme, die ebenfalls Nischenprodukte sind, wie Bus-, Landwirtschafts- und Feuerwehr Simulatoren, sowie bestimmte VR Titel, werden ja auch besprochen.

      Ich sehe auch ein Problem darin, wenn unsere Nische zu klein wird, denn dann lohnt es sich für die Anbieter immer weniger qualitativ hochwertige Add Ons zu veröffentlichen, bzw. werden diese für uns "aktive" immer teurer. Auch wenn mir persönlich 60€ für ein paar schönere Wolken nicht zu teuer sind, so steht der Entwicklungsaufwand dafür doch in keinem Verhältnis zu einem etwa gleich teuren GTA V. Diese Preise sind schon heute der überschaubaren Kundenbasis zu verdanken.
    • Also ein wenig differenzierter sollte man schon an die Thematik rangehen. Ich traue der (heutigen) GameStar durchaus zu auch "artfremde" Themen sachlich und objektiv zu behandeln. In den letzten Monaten hat sich deren Printausgabe meiner Meinung nach sehr gut entwickelt. Viele gut geschriebene und recherchierte Reportagen, gut aufgearbeitet und angenehm lesbar rübergebracht. Man sollte klar die Printausgabe von dem Webauftritt trennen. In letzterem zählen die von Patrick angesprochenen Punkte teilweise. Aber für die Printausgabe wäre eine Reportage über die FluSi Szene eine gute Sache. So wie in vielen anderen Reportagen auch, können Experten dazu geholt werden, Hersteller und Flusianer zu Wort kommen können usw.. Heutzutage würde die GameStar sicherlich nicht irgendeinem Azubi sagen: "Hey, schreib mal 8 Seiten über Flugsimulation. Du weißt schon.. " Nein, ich traue ihnen durchaus zu das Thema vernünftig anzugehen. Und ich würde es sehr begrüßen.

      Teilweise müssen die Flusianer auf Außenstehende wirken wir ein Geheimbund mit kryptierter Sprache. Ja, Fachbegriffe gehören dazu, aber man sollte diese Begriffe Neulingen auch erläutern anstatt milde zu Lächeln und mit den Augen zu rollen. Fachwissen zu haben oder sich anzueignen ist eine Sache. Viel schwieriger ist es dieses Wissen anderen zu vermitteln. Die FluSi Szene beschränkt sich selbst seit eh und je. Jeder echte Pilot hat eine Ausbildung durchlaufen in derer ihm das Notwendige Wissen vermittelt wurde, theoretisch und praktisch. Kein Linienpilot ist am Tag Eins seiner Ausbildung begrüßt worden mit: "Guten Tag, hier ist ein Handbuch einer Boeing 737, RTFM! Ansonsten googlen oder Youtube Videos schauen, dann klappt das schon. Bitte keine Fragen stellen, wir mussten uns auch alles selbst aneignen!" Natürlich ist nervig zum 100sten Mal zu Lesen: "Ich will FSX spielen, geht das mit dem Prepar3D oder brauch ich noch den Airbus dafür?" Ich habe immer noch den FSX in der nackten Steamversion. Allein der Flugschule wegen. Die war und ist super. Dort wird fast alles erklärt. Zum Lesen und praktisch Üben. Sowas würde ich mir zeitgemäß umgesetzt in einer Neuauflage wünschen. Auch von den Addon Herstellern. Umfangreiche "Im Programm" ausgeführte Übungen und Erklärungen. Von den Systemen des Flugzeugs zum Cold&Dark bis zum geführten Flug als Co Pilot bis man endlich auf dem Chefsessel Platz nimmt. Das ist sehr aufwendig zu gestalten und lohnt sich finanziell nur dann wenn auch "die Breite Masse" über die Möglichkeiten der heutigen Flugsimulationen mit ihren Addons informiert wird um so den potentiellen Kundenkreis zu erweitern und auch Neulinge anzusprechen.

      Neulich stand ein Freund neben mir und sagte: "Hm.. Flugsimulator würde mich auch mal interessieren." Ich war teilweise echt hilflos ihm zu erklären was es alles braucht dafür. Ich bin quasi auch noch Neuling. "Ernsthaft" dabei seit 5 Jahren ca. Als ich anfing von Prepar3D, aber bitte nur Kreditkarte, FSX um die Flugschule nutzen zu können, OrbX, REX, Envtex, AS16, ASCA, PMDG, A2A, Aerosoft, Szenerien, Flugplätze, Planungstools, Flugvorbereitung und Planung, Virtuelle Fluggesellschaften, Internetforen wie FlightX.net und AVSIM, usw., usf., habe ich an seinem Gesicht gesehen das er überfordert war und die anfängliche Euphorie verpuffte. Ich hab später versucht ihm eine Grundausstattung schmackhaft zu machen. P3DV4, AS16, ENVTEX, A2A 172, OrbX Global, 2-4 Flughäfen als Addons. Ups.. 350-400 Euro. Alternative wäre eventuell X-Plane und Freeware, aber da bin ich selbst kaum im Bilde. Sich in die Flugtechnischen Aspekte einzuarbeiten, nun das hätte er sogar in Angriff genommen. Aber ganz vorbei war es als ich ihm die "simulatortechnischen" Problemchen schilderte. Die ewige Suche nach dem Kompromiss zwischen guter Darstellung und flüssigen Ablauf, Nicht jedes Addon passt zu jedem FluSi bzw. Flusiversion (P3D) usw..

      Lange Rede, kurzer Sinn: Eine in die breite Masse getragene Berichterstattung würde mehr Leute ansprechen. Mehr Interessenten, mehr Käufer. Mehr Käufer, mehr finanzielle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Mehr Weiterentwicklungen, einfachere und zugänglichere FluSis und Addons und damit mehr Käufer. Mehr Käufer, mehr Finanz...... naja ihr wisst worauf ich hinauswill.

      Vielleicht denken einige das dadurch die realistischen Addons oder FluSis verdrängt werden von "Mal eben in der Unreal5 Engine mit der F16 durch die Golden Gate Bridge düsen" Programmen. Sicher mag es das geben. Aber der Kreis der ernsthaft Interessierten kann nicht größer werden wenn man sich so wie bisher, ob bewusst oder unbewusst, abschottet.
      Piefige "Freundeskreistreffen" wo eh nur diejenigen hingehen die sich schon seit jeher für die Materie interessieren helfen da auch nicht.
      Ein wenig mehr Mut, mehr offensives und selbstbewusstes Auftreten seitens Hersteller und Flusianern wäre toll. Schaut her was wir machen und können! Wo ist die Flusiszene bei den großen Messen? Weil man sich zu fein ist mit der "Spaßgeneration" zu reden? Oder sich etwa sogar schämt zwischen FIFA und Battlefield seine Leidenschaft für das Fliegen zu zeigen?

      Also: Bitte mehr Publicity und mehr einsteigerfreundliche Software. Das heißt nicht weglassen von Funktionalitäten oder verzichten auf Realismus, sondern vernünftige Handbücher, Tutorials, Videos, etc. um auf den ersten Schritten den Neuling zu führen um ihn dann in die wunderbare, virtuelle Fliegerwelt mit allen Möglichkeiten zu entlassen.
    • Hallo psycoma

      Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Ich denke, viele von uns haben auch einfach einmal das Game ausprobiert und sind dann dank wachsendem Interesse bis heute nicht mehr weg gekommen. Ich habe jedenfalls den FS3 damals nicht gekauft, weil ich ein "systemtiefes Flugzeug" mit allen Instrumenten bedienen wollte. (Genau genommen habe ich ihn von meinem Vater erbettelt) Warum wusste ich denn überhaupt von dem Game? Na, weil es in einer Computerzeitschrift beschrieben wurde und eine Box im Laden stand.
      viele Grüsse Martin

      Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 13.06.2017)
      Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

      i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit
    • Der Flusi, das Forum u. das Interesse daran entwickeln sich wie unsere Gesellschaft. Es wird immer ungemütlicher u. rücksichtsloser. Es gibt immer mehr Verlierer u. immer weniger Gewinner.
      Die Ausbildung beinhaltet nicht mehr das wesentliche u. wichtige sondern verzettelt sich in irgendwelchen speziellen Dingen, die nur die wenigsten brauchen. Das ganze System ist nur noch auf Schauspielerei u. Kampf zwischen den Kollegen eingestellt.
      Aber die wichtigen u. interessanten Arbeiten benötigen langjährige, beständige, erfahrene Kollektive, wo sich einer auf den anderen verlassen kann u. wo der Nachwuchs wirklich lernen will u. in das Kollektiv herein wächst.
      Heutzutage arbeiten viele in zusammengewürfelten Haufen mit hoher Fluktuation, wo man auch gar keine Zeit u. keinen Nutzen hat, sich um den Nachwuchs, der selten ehrlich Lust u. Interesse zeigt, zu kümmern. Denn das ist auch nicht erforderlich, wenn das Kollektiv nach dem Projektende zerschlagen wird.
      Nach dem ich nun Rentner bin, kann ich zurückblickend sagen, diese negative Entwicklung hat in den letzten Jahren erschreckende Ausmaße angenommen. Der Anteil der Lehrlinge, Schulabgänger, Abiturienten u. Absolventen, die man nach Bewerbungen nehmen kann, wird immer geringer u. ist oft = Null. Wenn man die alten überredet über die Rente hinaus zu arbeiten, ist man kurzfristig besser dran u. wenn das bis zur eigenen Rente noch gut geht, hat man das rettende Ufer erreicht.
      Mit den Alternativen dazu müssten sich die „mir geht es doch gut“ u. „es ging den Leuten noch nie so gut wie heute“ Sager mal wirklich befassen. Sonst funktioniert bald alles nur noch so, wie die Flughäfen Berlin oder Parchim oder die DBAG (Deutsche Bahn Abriss Gesellschaft, nur noch ~33000 Km Streckenlänge). :gruebel:
      Rolf-Uwe
    • rolfuwe schrieb:

      Nach dem ich nun Rentner bin, kann ich zurückblickend sagen, diese negative Entwicklung hat in den letzten Jahren erschreckende Ausmaße angenommen. Der Anteil der Lehrlinge, Schulabgänger, Abiturienten u. Absolventen, die man nach Bewerbungen nehmen kann, wird immer geringer u. ist oft = Null. Wenn man die alten überredet über die Rente hinaus zu arbeiten, ist man kurzfristig besser dran u. wenn das bis zur eigenen Rente noch gut geht, hat man das rettende Ufer erreicht.
      Ich mache genau die gegenteilige Erfahrung. Die Jugend von heute ist extrem neugierig. Den extremen Fortschritt und die Entwicklung die wir in den letzten Jahrzehnten sehen, gesehen haben, wird von der jungen Generation getragen. Das sieht man einfach daran, wie die jungen Leute sich eher an neue Themem heranwagen und unerschrocken diesen Themen widmen. Unsere Firma stellt nur junge Leute ein, nur weil die jungen Leute frische Gedanken in die Firma bringen, die Firma mit neuen Ideen vorranbringen. So hart es klingt, aber unsere Firma hat sich in den letzten Jahren immer mehr von den "Alten" reingewaschen, solange das sozialverträglich möglich war.

      Und die "Alten" sind sehr oft starrsinnig und das genaue Gegenteil von neugrierig und einfach nicht mehr in der Lage bzw. bereit, neues hinzuzulernen. Aber gerade in der heutigen Zeit ist das extrem wichtig, auf Änderungen in der Arbeitswelt zu reagieren. Durch die Technisierung in eigentlich allen Berufstzweigen, muss vom Arbeitnehmer erwartet werden können, sich immer wieder auf neue Techniken und Fortschritte einzustellen. Hier hilft es auch nicht immer wieder an alten Techniken festhalten zu wollen, sondern der Fortschritt findet mal in kleinen, mal in großen Schritten statt. Und hier bleiben die Alten dann sehr oft auf der Strecke. Die Erfahrung der Alten gleicht das dann oft auch einfach nicht mehr aus.

      Ich gebe dir aber in einem einzigen Punkt recht. Die Bildungsmisere die wir in Deutschland haben, sorgt dafür, dass nicht wenige Kinder/Jugendliche auf der Strecke bleiben, weil der Leistungsdruck aufgrund von G8 und einfach schlecht angepassten Lehrplänen ihr übriges tun.
      Intel I5-4670K @4.4GHZ, Asus Maximus VI Hero, 2x SSD 128GB, 16GB DDR3 Speicher, GTX1070

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skylon5000 ()

    • Skylon5000 schrieb:

      Ich mache genau die gegenteilige Erfahrung
      Evtl. unterscheiden sich unserer Betrachtungsweisen gar nicht so stark. Wenn ich nur die Leute betrachte, mit denen ich dann wirklich zusammen arbeiten konnte, dann gehe ich da mit.
      Aber wenn ich den Pool betrachte der zur Auswahl zur Verfügung steht, dann sieht das schon negativer aus. Und noch schlimmer waren die Angebote vom Arbeitsamt. Da hat man zu oft den Eindruck, dass die sich genötigt fühlen, sich mal vorzustellen.
      Es sollte ja auch ein Vergleich zwischen dem realen Leben u. dem Hobby sein. Ich kritisierte auch schon oft die nicht erkennbare Eigenleistung beim Formulieren von Fragen u. Bereitstellung der erforderlichen Randbedingungen.
      Ebenso sehe ich den Widerspruch zwischen der schnellen Weiterentwicklung der Hard- u. Software u. einer gewissen Beständigkeit, die man bei begrenzter Freizeit auch braucht, um bei anspruchsvollen Simulatoren, mit einem großen Angebot an Addons, überhaupt noch mitzukommen.
      Ich stehe jetzt auch vor der Entscheidung, ob ich dieses Hobby an den Nagelhänge. Seit über einem Jahr bin ich nun Rentner, u. ich habe auch noch ein paar andere Interessen.
      Vorher saß ich sowieso meistens vor dem PC u. da war es mit dem Flusi sehr bequem, wenn man zwischen Arbeit u. Hobby wechseln wollte. Aber das ist nun auch anders u. am Flusi habe ich auch alles, was mich interessierte, durchgespielt.
      Rolf-Uwe
    • @'Skylon5000
      täte mich einmal interessieren Ab wann ist man denn "alt"?
      Ab 30, ab 40, ab 50 oder wann :lols:

      Das Alter
      Wenn man zehn ist und noch ein Kind weiß man glasklar,
      dass das alter so um die zwanzig rum beginnt.
      Ist man aber selber zwanzig, denkt man nicht mehr ganz so steif,
      genau um vierzig sei man für den Sperrmüll reif.
      Vierziger schon etwas weiser und vom Leben schon geprägt
      haben den Beginn des alters auf Punkt sechzig festgelegt.
      Sechziger mit Hang zum grübeln sagen dumpf wie ein Fagott
      neunzig sie die Altersgrenze und von da an sei man Schrott.
      Doch die Neunziger, die Klugen, denken überhaupt nicht dran.
      Jung sind alle die noch lachen, leben , lieben, weitermachen
      Alter fängt mit hundert an........................... :D :duw:
      Mit Grüßen von der Kieler Förde
      ciao
      Horst

      Intel Core i7 -4770K@3.5 GHZ * Betriebssystem: Windows 7 pro 64 bit * 16 GB RAM
      Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 970 * 2 BenQ Monitore
      Sound:Sound Blaster X-Fi
      Headset: Logitech USB * CH Pro Pedals USB * Joystick Saitek Cyborg 3D GOLD
      Airbus Schubhebel (Eigenbau)

      Im "alten" Forum angemeldet seit Oktober 2002
    • Lord schrieb:

      @'Skylon5000
      täte mich einmal interessieren Ab wann ist man denn "alt"?
      Ab 30, ab 40, ab 50 oder wann
      Schwer zu beantworten . Wenn man allerdings die Frage umdreht . Wann ist man Jung :nummer1: . Jung ist man dann wenn man glaubt alles neue wäre besser und man sollte es unbedingt haben z.B. P3D 1-2-3-4 u.sw. :flieger:
      gruß casandra
    • Das innere Alter vieler Leute sei 55, und zwar seit sie 17 sind (frei nach Harald Schmidt auf der phil.Cologne vor einigen (?) Jahren.

      Immanuel Kant (bedeutender deutscher Philosoph, falls nicht mehr bekannt) sagte, dass die Gesellschaft keine Leute über 40 mag, weil die schwieriger zu regieren seien.
      Und so stellt sich die Frage, warum wir uns mit smart phones und Gedöns (und natürlich dem Flusi) den Geist vernebeln lassen ? Nicht auf Langlebigkeit ausgelegt, kommt immer was Neues und wir brauchen unsere ganze geistige Kraft, um die damit aufkommenden Fragen zu meistern (und was damit einhergeht an vermeintlich Wichtigem) - und haben damit keine Zeit mehr, um uns um das zu kümmern, was eigentlich wichtig ist/wäre !?

      Also wer steckt hinter dieser beständigen technischen Erneuerung und macht uns weiß, dass es ohne nicht ginge?

      Gelegentlich sollte man mal die manuals beiseite legen seine Philosophen lesen !?

      Und jetzt muss ich mich wieder um meinen Flusi kümmern !
      Gruß
      Bernd

      "Grau ist alle Theorie - die Wahrheit is auf`m Platz" (A. Preißler dt. Fulosoph); neudeutsche Entsprechung: "When the Flag drops, the Bull($)hit stops." or "It ain`t over, till the fat Lady sings !"
      Streit = Austausch von Argumenten. Krieg = "Niederschießen" des Argumentierenden.
    • Ich habe mir gerade ein Video auf Youtube angeschaut, in dem es eigentlich um VR in X-Plane 11 geht. Die einleitenden Worte des Youtubers fand ich aber so schön selbstironisch, dass ich sie hier zitieren möchte:

      "Part of getting older is that You spend more and more time in playing Simulators. And they get more and more boring as you age. You kind of gravitate from Call of Duty to Racing Simulators, then you go to Flight Simulators, and just before You die, You find Yourself playing Train Simulator." :D

      Ja, da hat vielleicht nicht ganz unrecht.
    • Ihr habt so viele gute Beiträge geschrieben, vielen Argumenten stimme ich zu, ich möchte aber noch weitere Faktoren einbringen, der aus meiner Sicht eine Rolle spielen:

      Ich glaub, die Fliegerei an sich übt nicht mehr die gleiche Faszination aus, wie noch vor 10, 15, 20 Jahren. Damals waren Flugreisen noch etwas besonderes. Die Technik war faszinierend. Alles hatte einen etwas elitären Charme.
      Heutzutage fliegt man für 30 Euro von A nach B. Es ist wie Busfahren geworden.
      Das, in Kombination mit einer gewissen Einstiegshürde, verhindert vielleicht, dass die Menschen in Strömen zu diesem Hobby finden.

      Da ist es doch einfacher, mal eben das Gamepad anzuschliessen und mit dem Traktor über meine Felder zu fahren - zumal die Landwirtschafts- und Truck-Simulatoren (spiele ich auch beide gerne) ja noch einen wirtschaftlichen Spieleaspekt haben, der einfach jedem Flugsimulator abgeht. Ich manage dort meine Firma bzw meinen Hof und muss Gewinn erwirtschaften, also wirtschaftlich vorgehen. Ich muss mir bei Flugsims diesen Faktor entweder dazu denken (erfordert Phantasie) oder mit weiteren Zusatztools (kostet Zeit und Geld) wie beispielsweise "Air Hauler" diese Komponente einbauen.
      Du mochtest Red Baron ?
      Win 10 PC | i2500K@4.4 | Aorus GTX 1080 Ti | Acer X34A Rev03
      Cockpit ;-) | TrackIR 5 | Warthog HOTAS @ Monstertech + 7.5 cm ext | MFG Crosswinds | Throttle Quadrant | Trim Wheel