Flugsimulatoren: Das schwarze Schaf unter den Unterhaltungsprogrammen?

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    • Flugsimulatoren: Das schwarze Schaf unter den Unterhaltungsprogrammen?

      Ich bin (unter anderem Nickname) schon seit Ende der 90er Jahre hier im Forum unterwegs gewesen, und merke schon an der Betriebsamkeit hier, wie die Popularität unseres Hobbies immer mehr in den Keller zu gehen scheint. Jetzt ist aber der Punkt gekommen, an dem ich mich ernsthaft frage was wir Flugsimulanten eigentlich angestellt haben, dass wir so mit Nichtbeachtung gestraft werden. Bei Erscheinen von X-Plane 10 nahm man dies noch in der Spiele- und Computerpresse einigermaßen war, und es gab teilweise sogar überraschend positive Kritiken, wie etwa bei 4 Players und auch ein "Metascore", also ein Mittelwert aller offiziellen Besprechungen ist verfügbar. Aber in Zeiten wo jeder Müllwagen- oder Bussimulator noch irgendwo etwas Publicity durch einen Testbericht bekommt, herrscht bezüglich des Erscheinens von X-Plane 11 das Schweigen im Walde. Abgesehen von dedizierten Flugsimulator Websites oder Printmedien (wie dem Sponsor dieses Forums) herrscht das Schweigen im Walde. Absolut nichts, nada, niente, und auch ausländische Spiele- oder Computer- Websites schreiben nichts, wie man am Fehlen eines Metascores deutlich sieht. Wie soll denn diese Softwaregattung (und damit unser Hobby) wieder Aufwind bekommen, wenn abseits von Fanseiten - die ohnehin nur von bereits überzeugten Nutzern aufgesucht werden - niemand darüber berichtet? Jedes noch so popelige 3,50€ Independent Spiel kriegt doch heutzutage irgendwo seine Bühne in Form von Reviews oder Besprechungen. Warum nicht auch mal ein ziviler Flugsimulator?

      Egal ob Amateur Fotosoftware, Indipendent Spiel oder VR-Filmchen. Alles wird irgendwo einem Review unterzogen, und bekommt so etwas Aufmerksamkeit. Nur Flugsimulationen scheint die (Online-) Presse zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Ich erwarte ja nicht dass jedes Add-On oder jedes Release in der zweiten Nachkommastelle bei P3D einen riesen Pressewirbel verursachen, aber so etwas wie ein komplett neuer Simulator hätte doch etwas Aufmerksamkeit verdient, oder?

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    • Naja, ich denke, dass die Flugsimulatoren in einem Dilemma stecken: Einerseits wird von den eingefleischten Fans ein maximaler Realitätsfaktor erwartet, andererseits schreckt das gerade aber "Normalkunden", die nur daddeln wollen, eher ab, weil die nicht ruck-zuck losspielen können. Der größte Teil der Kundschaft ist aber eben KEIN Experte, sodass man sich eher mit U-Bahn fahren oder Baggersims beschäftigt, als sich vorher Grundkenntnisse des Propellerflugs und Navigation anzueignen, ehe man zum ersten Mal virtuell abhebt. Dem trägt das Desinteresse der Branchenjournallie Rechnung.
      -Uli-
      _____\!/__
      ____(@@)____
      -oOO-(_)-OOo-
      Es muss was geschehen, aber es darf nix passieren!
    • Es ist letztlich der gleiche Quatsch wie hier im Forum:
      Meiner ist zwar kürzer aber dafür unheimlich dünn...
      Es gibt eben keine Vergleichswerte.
      Das alle drei ihre Berechtigung haben je nach dem was man gerne fliegt oder ob man den kleinen Freeware Krempel
      probefliegen mag - sei's drum!
      Die PCGH (ADAC-Motorwelt für Moorhuhnschützen) Leute wollen sich da wohl nicht entscheiden müssen.

      ntsc
      "Flieg wie ein Igel... in den See..."

      (Steve Miller Band)

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    • UKING schrieb:

      Naja, ich denke, dass die Flugsimulatoren in einem Dilemma stecken: Einerseits wird von den eingefleischten Fans ein maximaler Realitätsfaktor erwartet, andererseits schreckt das gerade aber "Normalkunden", die nur daddeln wollen, eher ab, weil die nicht ruck-zuck losspielen können. Der größte Teil der Kundschaft ist aber eben KEIN Experte, sodass man sich eher mit U-Bahn fahren oder Baggersims beschäftigt, als sich vorher Grundkenntnisse des Propellerflugs und Navigation anzueignen, ehe man zum ersten Mal virtuell abhebt. Dem trägt das Desinteresse der Branchenjournallie Rechnung.
      So ist es und dann darf man auch nicht vergessen, dass es einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwandes bedarf, bevor es so richtig beginnt Spaß zu machen.
      Bzw. wir den Leuten den Spaß nehmen, die ihn mit den default Flugzeugen zu finden versuchen, hier Fragen stellen und dann "belehrt" werden.
      Gruß
      Bernd

      "Grau ist alle Theorie - die Wahrheit is auf`m Platz" (A. Preißler dt. Fulosoph); neudeutsche Entsprechung: "When the Flag drops, the Bull($)hit stops." or "It ain`t over, till the fat Lady sings !"
      Streit = Austausch von Argumenten. Krieg = "Niederschießen" des Argumentierenden.
    • Das mit dem "zu kompliziert" mag ich nicht gelten lassen. Der selige FSX, X-Plane und Aerofly FS2 geben sich redlich Mühe durch "Missionen" oder eine Flugschule auch bei Einsteigern Interesse zu wecken. Auch DCS bietet übrigens gute Tutorials für Einsteiger, und im Gegensatz zu früher gibt es heute massenhaft gute Videos zum Thema auf YouTube. Dass ein wirklich guter Flugsimulator nur die Basis bietet, um bei Interesse weiter aufgebohrt zu werden ist (zumindest uns hier) klar. Niemand von uns "spielt" den Simulator seiner Wahl im Urzustand, und erst dadurch wird es dann oft kompliziert, sowohl was die Tweakerei als auch die Bedienung der Flugzeuge angeht. Die Standard Flieger eines FSX, einer Dovetails Flight School oder von Aerofly 2 überfordern nun wirklich niemanden. Aerosoft hat ja auch erst kürzlich einen wirklich Einsteiger freundlichen Simulator für Kinder entwickelt, der eindeutig in Richtung Spiel tendiert. Trotzdem: Habt Ihr außer auf Flusi Seiten im Internet irgend etwas darüber gelesen oder gehört?
    • Gut, es wäre eine Aufgabe für eine "psychologisch/soziologische" Untersuchung.

      Aber mal aus dem hohlen Bauch, was macht Spiele aus ? Egal ob reale oder virtuelle ? Wettbwerb !

      Gibt es das beim FSX und Co. ? Zumindest nicht auf den ersten Blick und auch nicht als offensichtlich vermarktetes Merkmal.
      Das "Ziel" wird erreicht, wenn man die Realität möglichst genau und fehlerfrei "nachäfft"; und das bedeutet "leider" weitgehende Aufgabe von jedweder "gestalterischer" Freiheit. Oder mit anderen Worten, Knöpfchen drücken.

      Das hat sicher auch seine Berechtigung, fasziniert aber sicher nur eine Minderheit. So wie sich stundenlang an zugige regnerische Startbahnen zu stellen und Flugzeuge zu fotografieren. Da ist es halt einfacher, sich Fußball-Sammelbildchen in Kaugummipackungen zu kaufen.

      Da man als sich in diesem Metier kaufmännisch betätigend deshalb auf (die wenigen) Enthusiasten beschränkt sieht, muss man um sein Auskommen zu finden, "teuer" werden und dreht damit die Schraube weiter an und macht es damit für den breiten Markt uninteressant ?
      Denke, so einfach ist es !?
      (... und in meinem vorherigen Beitrag muss es natürlich " eines nicht unerheblichen heißen").
      Gruß
      Bernd

      "Grau ist alle Theorie - die Wahrheit is auf`m Platz" (A. Preißler dt. Fulosoph); neudeutsche Entsprechung: "When the Flag drops, the Bull($)hit stops." or "It ain`t over, till the fat Lady sings !"
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    • Ich würde eher sagen es reduziert sich auf die Leute, die wirklich bei der Sache sind. Wie bei allen anderen Hobbys eigentlich auch. So viele beginnen mit Angeln, Fotografieren, Modelleisenbahn, Karate und und und. Und wie viele bleiben dann wirklich bei der Sache?
      Das ist einfach ein normaler Prozess. Und da immer mehr hochpreisige und gute Addons erscheinen muss es ja einen Markt geben.
      Ich schaue mir sehr gerne Lets Plays auf YT an. Die spielen ihre Spiele alle mit maximalen Einstellungen. Und wenn dann irgend ein kleiner Bug - ob Grafik oder was anderes- auftritt sind immer alle sehr entsetzt, das so etwas bei einer Software auftritt, für die sie 50 Euro bezahlt haben. Dann denke ich immer, der würde den FSX und Co. schon beim Ladebildschirm wieder löschen *grins
    • Die Flugsimulation im Allgemeinen ist längst keine "pure Unterhaltung" mehr, sondern spricht einen sehr kleinen, dafür aber speziellen Kreis an Usern an.
      Als Redakteur eines PC-Spiele Magazins wüsste ich, egal was ich über P3D, FSX oder X-Plane schreibe, das es Kritik hageln wird! Warum? Weil eine tiefere
      und damit interessante Betrachtung der Sims enormes, spezielles Wissen erfordert. Wer sich mit Flugsimulationen nicht auskennt ist schlichtweg überfordert!
      Ich denke das ist eines der Hauptgründe, warum der Flugsimulation (scheinbar) so wenig Beachtung geschenkt wird.
    • Tatsächlich hat fast jedes Spiel eine größere Fangemeinde als Flugsimulatoren, sogar absurde Dinge wie Monster Truck. Flugsimulatoren gelten als langweilig. Die Idee, Stunden vor einem Rechner zu sitzen, um ein Flugzeug von A nach B zu bewegen, begeistert nicht viele. Und wenn ich dann einwende, man könne doch auch einfach mal rund um den Platz fliegen, ist die Sache zu technisch oder zu schwierig.

      Wenn so etwas wie x-plane.com/2016/10/x-plane-11-flight-school/ oder die Lektionen in Steam nicht helfen, dann weiß ich auch nicht weiter.
    • Ja, das sehe ich genauso. Ich habe beruflich viel mit Jugendlichen (8-18 Jahren) zu tun. Die Bereitschaft, sich in ein Thema einzuarbeiten scheint mir bei dieser Generation generell gesunken zu sein.
      Was nicht sofort und ohne größeren Aufwand einen gewissen Erfolg verspricht wird "links liegen gelassen". Ein gewisses Durchhaltevermögen um dieses "Spiel" Flugsimulation mit einer gewissen Befriedigung
      zu betreiben, ist allerdings notwendig. Fast alle anderen Spiele, ganz gleich welchen Genres, zielen aber genau auf diese Zielgruppe ab. Das könnte ein weiterer Grund sein. warum man in kaum einem einschlägigen
      Magazin den Begriff "Flugsimulation" findet. Andersherum gedacht: Welches Spiel/Genre hat denn den Luxus "eigener" Magazine?

      Kurzum, wir Flusianer sind einfach ein besonderer Haufen.
    • Und man darf nicht vergessen, dass natürlich auch ein solches Spielemagazin, zunächst ein kommerzielles Produkt ist. Das bedeutet, dass man mit möglichst kleinem Aufwand, eine möglichst große Leserschaft erreicht; und die Schaltung von Inseraten.

      Daher (und das gilt selbst längst für alle Printmedien) kauft man Beiträge extern zu, weil man das eigene Fachwissen, schon gar kein spezifisches mehr selbst vorhält. Die Industrie hat längst davon gelernt und sobald ein technischer Gegenstand etwas anspruchsvoller wird, darf man davon ausgehen, dass der Beitrag extern entstanden ist, und zwar meist sogar in den technischen (Presse) Abteilungen der Unternehmen. Das wird dann nur noch kurz überarbeitet, damit es nicht direkt als Anzeige zu werten ist. Aber man findet dann z.B. in der Technik Beilage der FAZ irgendwo am Ende einen Hinweis, der diesen Zusammenhang aufklärt oder nahe legt.

      Da wo es wirklich darauf ankommt, weil eine große Leserschaft direkt angesprochen wird, hat man das Fachwissen. Und diese Redakteure reisen dann auf Einladung im Winter an einen exklusiven Ort in warmen Gefilden, wohnen First Class und machen Spritztouren mit dem neuen im Frühjahr erscheinenden Cabrio Modell.

      Das ist auch nicht schlimm, denn der Leser erwartet ja nicht, dass man ihm die spinnerte Idee, ein völlig überteuertes Auto zu kaufen ausredet, sondern in seinem Wahn bestätigt zu werden.

      Also FSX und Konsorten, Einladung nach SFO und ihr seid im Rennen !
      Gruß
      Bernd

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      Streit = Austausch von Argumenten. Krieg = "Niederschießen" des Argumentierenden.
    • mga010 schrieb:

      Tatsächlich hat fast jedes Spiel eine größere Fangemeinde als Flugsimulatoren, sogar absurde Dinge wie Monster Truck.
      Ich wundere mich auch gelegentlich daß es noch keinen "Zigarettenautomaten-Nachfüller" Sim gibt.
      Einfach mit dem Ducato um den Block und den Marlboro Schacht virtuos nachpacken...
      Flughafen-Feuerwehr gibt es ja schon, da hat man drei Tage Ruhe (hoffentlich).
      Pizza Boy gab es auch schon mal - noch dämlichere Ideen?
      Hoeneß Sim? (Geldverschieben unter den Augen von Freunden?)
      Angie Sim (wie kicke ich potentielle nächste Kanzlerkandidaten ins Aus bevor die mir die Goldmedallie verhageln?)
      Ich glaube einen fettsten John Deere über einen Acker zu jagen kann man heute an einem Tag lernen.
      Der hat FMC!
      Und was die "Fruchtfolge" angeht haben die Agrarsims keine Ahnung.
      Ich fand das ziemlich entspannend in einem Diesellok-Gespann zu sitzen und durch die Berge zu rackern (virtuell natürlich).
      Ich kann dabei essen und Bier trinken!

      Leider gab es für das 5€ MS Ding keinen passenden Nachfolger - Oder doch?

      Belehrt mich!

      macht Ihr doch sonst so gerne!


      nicht ernstgemeint

      ntsc
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    • Sims sind kein schwarzes Schaf, sie sind nur einfach nicht Massenkombatibel. Sollten das auch gar nicht sein!

      Stellt Euch vor durch welche Maßnahmen auch immer gelingt es 1 Mio neuer Kunden zu gewinnen. Wie viele davon würden sich zu wirklichen Simulationsfliegern entwickeln die sich tiefer mit der Materie beschäftigen und z.B. einen PMDG Flieger bewegen? Ich denke nicht viele. Die Masse will einfach nur unterhalten werden.
      Ist wie bei den Rennsims - Hauptsache schnell. Die Beherrschung des Fahrzeuges ist Nebensache und wird von diversen Fahrhilfen geregelt. Geeignetes Werkzeug wir Lenkrad und Pedale (analog zu Yoke und Pedale) wird schon mal gleich gar nicht verwendet. Und wenn was nicht so funktioniert wie man möchte wird in den diversen Kanälen einfach nur gemeckert wie schlecht alles ist und Änderungen verlangt.

      Diese Masse würde uns die wir als Simulanten unterwegs sind einfach an die Wand drücken.

      Evtl. kann Dovetails FWS da neue Wege beschreiten und neue Kunden ansprechen. Ein paar davon treten vielleicht dem Simulationslager bei...
    • smub04 schrieb:

      wolkenschieber schrieb:

      Also FSX und Konsorten, Einladung nach SFO und ihr seid im Rennen !
      Ganz dumme Frage, was geht denn grade bzgl. Flightsim in SFO?
      Nichts (soweit ich weiß). Mir fiel nur gerade nichts ein, was dem entsprach, was ich für die Autoindustrie beschrieben hatte. Und da war SFO so eine Eingebung, weil man da viel machen könnte, was mit Flusi nix zu tun hat; so wie eben das Herrenhaus mit Golfplatz in Portugal oder wo auch immer (im Falle des Autotests)..

      Sinnvoller wäre ja eine Fahrt im Berufsverkehr usw, mit Schadstoffmessung. Aber das will ja niemand lesen und schreibe ich es, bin ich meinen Redaktionshop los, denn die geschaltete Anzeige wird dann sofort zurück gezogen.

      Der langen Rede kurzer Sinn (meiner bisherigen Ausführungen): Für was soll es denn gut sein, dass in irgendeinem Spielemagazin steht, dass es nun auch noch einen weiteren "FSX" gibt ?
      Eine wirkliche Beurteilung ist doch gar nicht möglich (außer vielleicht zur Grafik ?). Alles andere ist doch von Bedingungen und Fragen abhängig, die auch der nicht alle nachvollziehen/beantworten kann, der bis zum Hals in "FSX" steckt ?
      Gruß
      Bernd

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      Streit = Austausch von Argumenten. Krieg = "Niederschießen" des Argumentierenden.
    • Ich bin ja mal gespannt wie das Presse Echo auf FSW ausfallen wird (falls es eines gibt), das sich ja deutlich "spielerischer" präsentiert als P3D oder X-Plane.

      Ich unterstelle mal dass man Simulationen spielt, weil die simulierte Tätigkeit einem erstrebenswert oder herausfordernd erscheint. Die Piloten Tätigkeit (auch privat) scheint hier in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Prestigeverlust erlitten zu haben. Pilot zu spielen scheint nicht mehr erstrebenswert zu sein. An der Komplexität liegt es m.E. aber nicht. Es gibt durchaus viele sehr komplexe Spiele, die viel Einarbeitung erfordern, und trotzdem eine große Fangemeinde haben. Ich fliege souverän jede PMDG Boeing, kapiere aber die verschiedenen Ausrüstungs- und Teamstrategien meines Sohnes bei "Call of Duty" nicht. Sowas interessiert mich halt nicht, weil "an den Wänden entlang laufender Supersoldat" zu spielen für mich nicht erstrebenswert ist.

      Vielleicht liegt es ja auch an der Einstiegshürde "Hardware"? Mit Maus und Tastatur, bzw. Gamepad, mag sich einfach kein Fluggefühl einstellen. Wohl auch deshalb spielen 90% der "War Thunder" Piloten im "Arcade" Modus, anstatt sich mal selber in's virtuelle Cockpit zu setzen.
    • Die Leute, die ich gefragt habe, haben alle gesagt, dass sie Flugsimulatoren zu langweilig finden um die Hürden beim Einstieg in Kauf zu nehmen. Kurz gesagt: Zu wenig Unterhaltung pro Zeiteinheit.

      Was kann man machen?

      Eine Flugschule mit Herausforderungen wäre schon mal nicht schlecht (also viel mehr als in X Plane), und Missions natürlich, mit Bewertung. Auch reale Missions, wie der Flug von A nach B mit einem Vekehrsflugzeug oder eine VOR-Navigation. Und das muss dicht und unterhaltend gemacht sein.

      Eine Community von Fliegern mit denen man unterwegs sein kann. Und zwar nicht erst, nachdem man teure Addons installiert hat, und sich traut, mit ATC umzugehen. Also zum Beispiel einfach zwei verbundene Computer.

      Und natürlich wiedererkennbare Scenery. Viele wollen ihre Heimat einfach aus der Luft sehen. Das geht mit X Plane 11 schon sehr gut, aber in Städten wird es sehr mager. Bei FSX/P3D ist es umgekehrt. X Plane bräuchte dringend viel mehr Landmarks in der Default-Version, und Skylines von Städten.