Angepinnt Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 13.06.2017)

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    • Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 14.02.2017)

      Hallo zusammen

      Seit ich Anfang Jahr meine erste PC-Liste erstellt habe, hat sich schon wieder einiges verändert. AMD hat mit seinen neuen Ryzen-Prozessoren wieder zu Intel aufgeschlossen und dazu eine neue Grafikkartengeneration herausgebracht. Prepar3D ist nun in der Version 4 verfügbar. Durch die 64-bit-Unterstützung kann P3D nun viel mehr RAM verwenden und lastet auch GPU und Prozessor etwas stärker aus. Darum habe ich meine Empfehlungen jetzt etwas angepasst.

      Zur Liste -> Flugsimulator-PC Varianten Juni 2017.pdf

      Ryzen-Prozessoren von AMD
      Mit der neuen Generation Ryzen hat AMD einen riesigen Leistungssprung geschafft und bietet nach Jahren endlich wieder eine Alternative zu den Prozessoren von Intel. Die Leistung pro Core liegt bei einigen Tests nur noch knapp, bei einigen aber auch noch stärker hinter der Leistung von Intelprozessoren. Die Ryzen-Prozessoren bieten aber bei etwa gleichem Preis doppelt so viele Prozessorkerne. Dadurch bekommt man zum selben Preis deutlich mehr Prozessorleistung. Das ist vor allem interessant, wenn man Grafikanwendungen und aktuelle Spiele hat, die von vielen Threads profitieren.

      Die Flugsimulatoren nutzen alle Prozessorkerne zum Nachladen und Aufbereiten der Szenerie, die Hauptlast hängt aber immer noch an einem Hauptprozess. Darum ist weiterhin die maximale Leistung eines Threads (Programmstrang) entscheidend. Die Ryzen-Prozessoren haben auch noch ein paar Kinderkrankheiten. Es sind noch nicht alle RAMs kompatibel, so dass man genau kontrollieren muss, welche bereits zugelassen sind. Mit den Grafikkarten von Nvidia erreichen die Ryzen noch nicht die Leistung, die sie sollten. Daran wird aber zur Zeit intensiv gearbeitet. Es wird also spannend bleiben, wie schnell die nächste Generation Ryzen-Prozessoren arbeiten wird.

      Da die Leistung auf einem Thread bei Intel immer noch höher ist, lasse ich diese in meinen Empfehlungen. Beim stärksten PC habe ich den Intel i7-7700k gewählt, weil er über 4 Core / 8 Threads verfügt und die höchste Taktrate hat, die zur Zeit verfügbar ist.

      Wer den PC aber auch für Grafikanwendungen und Spiele benutzt, die stark von Multicore profitieren und den Flugsimulator eher sekundär betreibt, kann durchaus zu einem Ryzen-Prozessor greifen. Von den bis jetzt verfügbaren Modellen empfehle ich vor allem die mit hohen Taktraten und vielen Cores:
      - AMD Ryzen 5 1600X, 6 Core/12 Threads, 3.6 GHz, Turbo 4.0 GHz (250.-)
      - AMD Ryzen 7 1700X, 8 Core/16 Threads, 3.4 GHz, Turbo 3.8 GHz (370.-)


      Welcher Flugsimulator
      Theoretisch sind auf jedem dieser PCs alle drei Simulatoren FSX, P3D und X-Plane lauffähig. Bei den Budgetvarianten muss man aber mit deutlichen Einschränkungen leben.

      Es lohnt sich, bei allen Simulatoren eine der besseren PC-Varianten zu wählen. Mit der höheren Leistung bekommt man auch eine höhere Bildrate und kann die Einstellungen höher schrauben.

      FSX
      Nostalgiker werden natürlich ihren geliebten FSX wieder installieren. Der FSX braucht einfach mehr Einstellarbeit bis er gut läuft, aber daran sind wir uns ja gewöhnt. Mit all den Addons die bei vielen schon herumliegen sieht er auch ganz gut aus. Der FSX hat auch eine gute Flugschule dabei, mit der man sich Schritt für Schritt einarbeiten kann.

      Da der FSX als 32-bit-Anwendung recht beschränkt ist, genügt dafür der mittlere Flusi-PC. Der FSX verwendet nicht mehr als 8 GB RAM und hat auch von einer besonders starken Grafikkarte keinen Nutzen. Dem entsprechend erreicht der FSX aber auch nicht die Grafikqualität wie P3D und X-Plane. Wenn man Addons für den FSX kauft, sollte man darauf achten, dass sie auch für P3D kompatibel sind, damit man sich diesen Weg nicht verbaut.

      Prepar3D
      Der neue Prepar3D Version 4 ist nun endlich als 64-bit-Anwendung erschienen. Dadurch kann mehr als 4 GB RAM verwaltet werden. Der Vorteil ist, dass die Szenerie in einem grösseren Gebiet geladen und im RAM gehalten wird, was die Grafik deutlich verbessert und Ruckler beim Nachladen reduziert. Der Nachteil ist, dass die Anforderungen die P3D an den PC stellt dadurch angestiegen sind. Ich habe die PC-Varianten deshalb etwas angepasst. Da zur neuen Version noch wenig Erfahrungswerte vorliegen und viele Addons noch nicht angepasst wurden, ist der Leistungsbedarf noch nicht so gut einschätzbar. Er scheint aber etwa im gleichen Bereich wie bei X-Plane zu liegen.

      X-Plane
      Die Grafik von X-Plane ist von Haus aus schon sehr gut. Wer mit wenig Addons auskommen möchte, bekommt hier also das beste Resultat. Wenn man vor hat, die Grafik mit diversen Addons zu verbessern, gleicht sich der Unterschied zu PreparD3 wieder aus, so dass die Wahl des Simulators von den eigenen Vorlieben abhängt.


      PC-Varianten

      Minimales Budget, 900.-
      Ich habe mir Mühe gegeben, möglichst günstige Bauteile zu finden die trotzdem den wichtigsten Anforderungen entsprechen. Natürlich muss man da gerade bei der günstigsten Variante schon an einigen Stellen deutliche Abstriche machen. Ich habe einen günstigen Dualcore-Prozessor mit 3.4 GHz und Hyperthreading gewählt. Die Singlecoreperformance ist also praktisch gleich wie bei anderen aktuellen Prozessoren.

      Wenn man die Einstellungen eher mittel als hoch setzt und nur wenige Addons installiert, sollte man mit der vorhandenen Leistung anständig fliegen können. Es sind ja auch viele mit PCs unterwegs, die ein paar Jahre alt sind und auch nicht mehr Leistung zur Verfügung haben.

      Budget-PC, 1500.-
      Die zweiten Variante ist etwas grosszügiger. Die Grafikkarte ist stärker und die SSD-Festplatte sorgt für schnelles Aufstarten von Windows und Programmen.

      Mittlerer Flusi-PC, 2400.- Preis-Leistungs-Optimum
      Die dritte Variante entspricht ungefähr dem früheren idealen Flusi-PC. Wenn man die CPU übertaktet bekommt man etwa 30 % mehr Leistung als mit den Budgetvarianten. Es lohnt sich also durchaus, so viel zu investieren. In dieser Preisklasse bekommt man wirklich hochwertige und leistungsstarke Bauteile.

      Sehr starker PC, 3400.- für Prepar3D und X-Plane
      Die 64-bit-Versionen von X-Plane und Prepar3D können bedeutend mehr RAM nutzen als früher. X-Plane kann je nach Situation schon einmal über 16 GB kommen. Für Prepar3D wird 16 GB meist ausreichen. Ich vermute aber, dass es eine Frage der Zeit ist, bis man mit gewissen Addons P3D auch an diese Grenze kommt.

      Beide Simulatoren stellen vor allem bei hohen Auflösungen nun auch grosse Anforderungen an die Grafikkarte, so dass auch eine GTX 1080 oder 1080ti manchmal nicht übertrieben ist. Bei der Wahl der Grafikkarte muss man auch berücksichtigen, wie eine hohe Bildschirmauflösung und wie viele Bildschirme man damit betreiben will. Bei ein oder zwei Bildschirmen mit Full-HD (1920 x 1080) genügt meist eine der günstigeren Grafikkarten. Bei einem 4K-Bildschirm oder mehreren Bildschirmen limitiert aber oft die Grafikkarte so dass man besser eine GTX 1080 oder 1080ti auswählt.

      Auch die Peripheriegeräte habe ich bei dieser Variante etwas grosszügiger ausgelegt. Bei einem grösseren Budget hat man natürlich auch mehr Möglichkeiten sich ein Homecockpit nach seinen Wünschen zusammen zu stellen und mit der Zeit auszubauen.

      Laptop, 1800.-
      Ja, ein Laptop ist nicht zum Fliegen geeignet. Ich bin auch immer noch dieser Meinung. Ein Laptop muss möglichst klein und sparsam sein und kann dadurch nicht dieselbe Leistung bringen. Die Laptop-Prozessoren sind leider deutlich langsamer als die günstigsten PC-Varianten die ich aufgelistet habe (Leistung eines Cores). Bei den meisten Laptops ist auch die Kühlung im engen Gehäuse problematisch.

      Trotzdem gibt es manchmal Umstände, die einen Laptop notwendig machen. Wenn man wirklich keinen Platz hat, einen PC dauernd stehen zu lassen oder auch unterwegs nicht aufs Fliegen verzichten möchte, kann ein Laptop eine Lösung sein. Wenn man etwas Platz für einen PC schaffen kann, fährt man mit einem normalen PC und einem Business-Laptop meist besser und günstiger. Ich habe hier als Grafikkarte eine GTX 1050ti mobile gewählt. Bei einem Bildschirm ist diese sicher ausreichend, wenn ein zusätzlicher Bildschirm angehängt wird, kann es etwas knapp werden, so dass man dann eher zu einem Laptop mit einer GTX 1060 mobile oder GTX 1070 mobile greifen sollte.

      Vorteile Laptop
      - Platzbedarf klein, lässt sich weg räumen
      - für unterwegs geeignet

      Nachteile Laptop
      - geringere Leistung bei Prozessor und Grafikkarte
      - Hitzeentwicklung bei Gaming sehr hoch und Lüfter laut
      - kleiner Bildschirm
      - gebeugte Arbeitshaltung durch Bildschirmposition
      - mühsamere Bedienung mit Touchpad und kleiner Tastatur
      - schlechter Sound
      - Bauteile nicht selbst konfigurierbar
      - kaum aufrüstbar oder erweiterbar
      - schneller Verschleiss der Festplatte bei Betrieb unterwegs

      Da in einem Laptop schon alles fertig verbaut ist, ist die Bauteilliste natürlich kleiner. Ein Joystick und eine Maus gehören für eine gute Bedienung aber trotzdem daneben.

      Im Laptop den ich dieses mal gewählt habe, ist ein DVD-Laufwerk verbaut. Bei vielen anderen neuen Laptops ist kein DVD-Laufwerk verbaut. Wenn man Software von CD installieren oder auch einmal eine DVD schauen möchte, müsste man sich dann ein externes Laufwerk zulegen.
      viele Grüsse Martin

      Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 13.06.2017)
      Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

      i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit
    • Teil 2

      Liste zum anpassen an eigene Vorstellungen
      Je nach Programmen, die auf einem PC laufen sollen, sind natürlich einige Anpassungen nötig. Für normale Büroanwendungen, Internet, Videos, Fotobearbeitung und auch die meisten aktuellen Spiele ist man mit all diesen Varianten für die nächsten Jahre gut gerüstet. Für schnelle Ballerspiele sollte man auf eine kürzere Reaktionszeit des Bildschirms achten (2-3 ms) und eher eine stärkere Grafikkarte nehmen. Spezielle Grafikanwendungen und Videobearbeitung stellen natürlich auch höhere Ansprüche an Grafikkarte, Prozessor, RAM und Festplattenspeicher. Da weiss vermutlich jeder selbst, was für ihn wichtig ist.

      Bei vielen Bauteilen gibt es auch vergleichbare von anderen Herstellern. Ich habe auch nicht jedes vorgeschlagene Bauteil bis ins Detail angeschaut. Mein PC, den ich mir vor 3 Jahren selbst zusammen gebaut habe, liegt etwa im mittleren Bereich. Da kenne ich also einige Bauteile aus eigener Erfahrung. Die anderen habe ich anhand von technischen Daten und Testberichten ausgewählt.

      Die Seite Geizhals.de bietet gute Filterfunktion, so dass man schnell passende Angebote findet. Ich habe alles mit minimalen Geizhalspreisen gerechnet. Ich möchte damit aber nicht für diese Webseite Werbung machen und ich verdiene auch nichts an den Links. Je nachdem, wo man sich die Bauteile besorgt, sind die Preise eher noch etwas höher. Mit kurzfristigen Aktionen oder gebrauchten Bauteilen kann man dafür möglicherweise noch ein wenig sparen. Die Liste soll vor allem ein Anhaltspunkt sein, was man zu welchem Preis etwa erwarten kann.

      Windows 10
      Windows 10 habe ich gewählt, weil die Prozessoren der 7. Generation von den alten Windowsversionen nicht mehr unterstützt werden.

      Von Windows 10 werden leicht eingeschränkte Lizenzen zu sehr günstigen Preisen angeboten. Die Versionen haben den vollen Funktionsumfang wie die als Box gekauften Versionen. Die Einschränkungen sind meist, dass es nur eine Downloadversion ohne Datenträger und nur mit E-Mailrechnung ist. Es handelt sich um Lizenzen für Systembulider, also für Hersteller von PC die für die Vorinstallation vorgesehen sind. Der Verkauf an Privatpersonen ist aber auch erlaubt.

      Teilweise lassen sich die Versionen nur einmal aktivieren. Wenn man sich ein Backup der aktivierten Neuinstallation macht, kann man den PC damit auch mehrmals installieren. Bei den Preisen ist es aber auch kein Problem, sich einen neuen Produktschlüssel zu kaufen. Produktunterstützung bekommt man nicht mehr von Microsoft sondern über den Händler. Das ist aber auch bei vielen teuer angebotenen Versionen so.

      store-world.de/shop/software/m…dows-10-pro-oem-download/
      Bei diesem Händler sind die Einschränkungen klar angegeben und es scheint normalerweise zu klappen. Bei diesen Preisen ist verständlich, dass es auch Händler gibt, die unerlaubte oder ungültige Lizenzen verkaufen oder nicht alle Einschränkungen definiert werden. Es lohnt sich also, zuerst die Bewertungen solcher Händler anzusehen. Wenn man mit diesen Einschränkungen leben kann, kann man so recht viel Geld einsparen.


      Diverses
      Dazu kommen auch noch Versandkosten. Wenn man den PC nicht selbst zusammenbauen will, kommen noch Kosten für die Montage dazu.

      Wer Fragen, Anregungen oder Korrekturen zu der Liste hat, kann mir gerne schreiben. Ich konnte die originale Excel-Datei hier nicht anhängen. Wer die Excel-Datei zum abändern möchte, kann mir gerne eine PN mit seiner Mailadresse senden.

      viele Grüsse Martin
      viele Grüsse Martin

      Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 13.06.2017)
      Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

      i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit