B737 Homecockpit - Second Edition

    • Ich habe ein wenig gegoogelt und bin auf Sitzarten gestoßen, die in zahlreichen Lieferwagenmodellen und Wohnmobilen als Fahrer/Beifahrersitze eingesetzt werden und alle Bewegungsfunktionalitäten besitzen. Die nennen sich sogar Pilotensitze aufgrund der beidseitigen Armlehne. Das sind meiner Meinung nach die idealen Sitze für ein Homecockpit. Dann nur noch die Sitze auf einen Unterbau stellen und den Unterbau mit rechtwinkeligen Schienen versehen, um die Seitenbewegung für den Einstieg zu realisieren. Perfektionisten können dann noch das Poslter rausholen und den Sitz auf dem Gestell neu aufbauen mit Aussparung in der Mitte für das Steuerhorn.

      $_72.JPG
      Gruß Norbert
      EDRO
    • Verwende diese Sitze:

      dntechno.de/Schleppersitz-Basic-Star

      Sockel als Unterbau selbst bauen. Der Sitz ist in drei Stufen höhenverstellbar und gefedert )Gewicht einstellbar). D.b., man macht sich einen Sockel für die niedrigste Sitzposition (falls mehrere unterschiedlich große Leute fliegen und macht die Feinkoordination über die Gewichtseinstellung. Der Sitz taucht dann entsprechend weiter ein, wenn man ein niedrigeres Gewicht als das eigene wählt und umgekehrt. Dabei ist diese Federung (für den harten Schleppereinsatz gedacht) im Cockpit nicht störend.

      Ich steige aus Platzgründen von der Seite ein. Falls man Sitze wie im original zur Seite schwenken will, kann man sich J-Rails im Grunde selbst, mit Baumarkt material bauen.
      Gruß
      Bernd

      "Grau ist alle Theorie - die Wahrheit is auf`m Platz" (A. Preißler dt. Fulosoph); neudeutsche Entsprechung: "When the Flag drops, the Bull($)hit stops." or "It ain`t over, till the fat Lady sings !"
      Streit = Austausch von Argumenten. Krieg = "Niederschießen" des Argumentierenden.
    • Hier meine Lösung, nicht perfekt, aber gut brauchbar. Die Sitze sind aus einem Renault Espace (Passagiersitze), mit verstellbaren Rücklehnen und Armlehnen. Sie werden auf zwei Stahlstangen geklipst. Diese lassen sich über 20 cm in der Höhe verstellen, indem zwei U-förmige Holzkisten mit Schrägschlitzen gegeneinander verschoben werden (Gewindestange mit Kurbel). Unter der äusseren Kiste sind die Kugellager für die Längsverstellung mit Arretiermechanik. Ein Seilzug erlaubt deren Auslösung mittels Betätigungsstange direkt unter dem Sitz. Als Schienen dienen U-förmige gelochte Stahlprofile.





      Es gibt vorerst keine Ausschwenkmöglichkeit. Die Sitze können aber sehr weit nach hinten geschoben werden, sodass ein Einstieg von der Mitte her problemlos möglich ist.
      LG
      Urs
    • Alpin-Flier schrieb:

      Hier meine Lösung, nicht perfekt, aber gut brauchbar. Die Sitze sind aus einem Renault Espace (Passagiersitze)
      Sehr schöne und individuelle Lösung Urs, die aber so wie ich sehe viel Zeit, Arbeit und Geschick erfordert. Ich finde es aber toll, dass hier ein paar HC-Sitzvariationen vorgestellt werden. Besonders hervorzuheben sind diejenigen, die aus Autoschrott tolle Cockpitteile produzieren. Das gibt Inspirationen für zukünftige und aktuelle Cockpitbauer. Wenn man überlegt, dass ein gerauchter 737 Sitz 6000€ kostet. Der kann auch nicht viel mehr als dein homemade Teil!
      Gruß Norbert
      EDRO

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von jauno ()

    • Ich habe die Stoffversion genommen, da ich ausschließen wollte, auf dem Kunstlederbezug einen "warmen" Hintern zu bekommen. Der Stoffbezug ist so eine Mischung aus Braun und Antrazit Grau. Ohne direkte Sonneneinstrahlung wirken sie fast schwarz. Ich überlege noch, ob ich mir graue "Schonbezüge" nähen lasse.

      Für die Rails bietet sich U-Profile an, die man in einer Schlosserei entsprechend biegen lässt. Dann eine Grundplatte, auf der der Sitz später befestigt wird, mit vier frei drehbaren Rädern versehen, die in den U-Schienen laufen. Diese Räder gibt es in allen möglichen Größen, hinunter bis zu etwa 1 cm Reifenhöhe. Damit die Achse nicht auf den Schenkeln der U-Profile schleift, müssen diese in Abhängigkeit der Reifenstärke gewählt werden. Die U-Schienen befestigt man mit versenkten Schrauben auf der Grundplatte. Somit travelt der Sitz entsprechend.

      Als nächstes muss man ihn kippsicher machen. Dazu zwei Doppel T-Träger analog zu den U-Schienen biegen lassen und parallel dazu befestigen. Jetzt an der Unterseite der Bodenplatte Winkel befestigen, die unter die T-Träger fassen. Die Arretierung mit einem durch eine Feder niedergehaltenen Stift, der in Bohrungen gleitet, die man im Bereich der Stzpositionen in die Bodenplatte bohrt. Das nur als Funktionsschilderung, die Bauausführung natürlich "verfeinern".
      Wenn Zeit ist, mache ich vielleicht mal einen Zeichnung.
      Gruß
      Bernd

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    • Habe mir überlegt, dass es weniger hilfreich ist, Zeichnungen zu machen, weil die Umsetzung ja davon abhängig davon ist, welches Material dir zugänglich ist und wie aufwendig du es umsetzen willst.

      Daher zwei Anegungen.
      Hier einmal für Räder. Da wäre die einfachste Lösung Räder zu nehmen, die zwei Rollen auf einer Achse haben und man lässt sie auf Trägern laufen, deren senkrechte Steghöhe kleiner als der Radradius ist, bzw. die Höhe bis zur Achse.

      Befestigt man sie so an der Grundplatte, dass sie nach vorne überstehen, nimmt man solche mit Feststellbremse und löst so die Arretierung in der gewünschten Position.

      Die Kippsicherheit lässt sich ebenfalls mit einfachen Winkeln lösen.
      katalog.blickle.de/?_ga=2.3119…2327267.1507193334#page_1

      Schienen gibt es in allen Ausführungen. Vor allem gibt es schon fertige 90 Grad Bogen, die wir ja benötigen.

      Hier aber mal beispielhaft eine Lösung, die bereits alle nötigen Voraussetzungen, was die Führung und Kippsicherheit anbelangt, erfüllt.
      directindustry.de/prod/hepcomotion/product-159-188973.html

      Die Arretierung dann wieder mit einer Stiftlösung.
      Gruß
      Bernd

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    • Das mit der J-Rail-Umsetzung sieht alles ziemlich kompliziert aus. Man müsste es mal fertig umgesetzt im Detail sehen können.
      Andernfalls wäre meine Idee:
      Sitze in der Länge verschiebbar auf einem Holzpodest. Das Holzpodest zur Seite verschiebbar auf Möbelschienen irgendwie arretierbar.
      Was haltet ihr von dieser Idee?
      Gruß Norbert
      EDRO
    • Hier ein Video, das das System verdeutlicht:

      Gruß
      Bernd

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    • Die Monitore des MIP sind jetzt alle komplett und passen auf den cm in Bezug auf Platinen und Gearlever.
      Ich habe jetzt folgende Monitore verbaut (für Cockpitbauer, die das gleiche MIP von Cockpitsonic aufbauen wollen):
      • CPT/FO: ACER X193W 19" - 16:10 - verbaut ohne Rahmen
      • Upper EICAS: Belinea 101555 15" - 4:3 - verbaut mit Rahmen
      Nicht unwichtig: beide haben eine VESA-Vorrichtung. Beim Cockpitsonic-MIP essentiell, da es sonst ohne weiteres keine Befestigungsmöglichkeit gibt.

      Wichtig ist auch folgendes Detail: Auto Power ON ! Die Monitore müssen sich automatisch einschalten, sobald sie Strom bzw. ein Signal von der Grafikkarte bekommen. Sollte eigentlich Standard sein, ist jedoch nicht bei allen Monitoren so. Ich habe z. B. welche von BENQ, die man nach dem zentralen POWER ON über die Steckdosenleiste immer erst manuell über den Hardbutton einschalten muss, was bei einem rückseitigen Monitor ja ohne aufwendige Bastelei nicht möglich wäre.

      Marktlage: Wie lange es diese Retromonitore (15 Jahre alt, nur VGA Anschluß, was aber völlig ausreichend ist für die Wiedergabe von Instrumenten) noch auf dem Markt gibt, vor allem genau die, die in das eigene HC rein passen, ist ungewiss. Neuere Kleinmonitore in diesem Format kosten 200 - 300€, die o. g. auf dem Gebrauchtmarkt dagegen unter 50€. Daher Ratschlag an alle Homecockpitbauer: Eigens eingepasste Monitore immer auf Vorrat kaufen, falls mal einer defekt geht kann man sie ohne große Bastelei wieder ersetzen.

      So habe ich es jedenfalls gehandhabt.
      Dateien
      Gruß Norbert
      EDRO

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von jauno ()

    • Sorry .. Verständnisfrage:
      Wie kriegt ihr diese riesigen Monitore bei euch eingebaut? nach oben habe ich kein Platz, weil diverse Schalter, Switches, Lights ebenfalls Platz brauchen. Nach unten habe ich keinen Platz, da das Light Panel im Bezug auf das MIP ja leicht zurück versetzt ist.

      Wenn ich also den Monitor nicht schräg einbau (dann hätte ich an der unteren Ecke Luft zwischen Monitor und Rahmen) fehlt mir das Vorstellungsvermögen wie das da rein passen soll.
      Pro Monitor habe ich jetzt etwa 21 cm in der Breite und ca 20 cm in der Höhe Platz.

      Aktuell habe ich 12 und 15 Zoll Geräte die zum einbauen verfügbar wären. Aus dem oben genannten Grund, dass sie mir dann nach oben zuviel Platz nehmen bin ich damit aber nicht wirklich glücklich.
      Grüße aus der schönen Schweiz - Stefan
      Mitgründer der VA Infinity-Air
      Homecockpit im Bau: b737-hc.lima-city.de

    • Ich verwende den MIP Stand von FlyEngravity, der die Ausschnitte für die cpFlight Module hat.
      Für das Upper Eicas den von FlyE. selbst "gebauten" Monitor (10,4 "). Das passt genau unter das Autobreak Panel und zwischen Gear lever und Stand By Instrumente. Wobei ich da mit dem unteren SBI insofern ein Problem hatte, als ich den Gear Lever schon hatte und die Befestigung nicht auf die Flyengravity Maße abgestimmt waren und so etwa 3 mm in der Breite fehlten. Daher musste ich die Aussparung des (Breiteren) unteren Instrumentes etwas erweitern und mit der Maske kaschieren.

      Für die PFD/NDs zwei benq 18" von Conrad. Die sind gestrippt 24,5 cm hoch und in der Breite unproblematisch, was die Chronometerpositionen anbelangt.
      Diese 24,5 cm sind eigentlich knapp zu hoch: Und zwar ist die unteren Auflage bei mir nach unten hinten (in der Draufschau vom Cockpit aus, leicht geneigt. das heißt, je weiter ich den Monitor nach unten gleiten lasse, um einen so höheren könnte ich verbauen, aber um den Preis, "deines" Problems. Da es bei mir nur um Milimeter ging, stellte sich das problem nicht wirklich, weil ich auch Kunststoffscheiben mitgeordert (Flyeng.) und verbaut habe. dadurch wandert der Monitor um die Dicke der Scheiben nach hinten und liegt jetzt so wieder an.

      Zeichnung/Bild wäre wahrscheinl. anschaulicher, geht aber gerade nicht. Aber vielleicht wird es so deutlich ?
      Gruß
      Bernd

      "Grau ist alle Theorie - die Wahrheit is auf`m Platz" (A. Preißler dt. Fulosoph); neudeutsche Entsprechung: "When the Flag drops, the Bull($)hit stops." or "It ain`t over, till the fat Lady sings !"
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    • jauno schrieb:

      Was hast du denn für ein MIP? Von welchem Hersteller?
      Hersteller: Kaffeebart. Vorlage nach katalog mit Abmessungen von markuspilot.
      Abmessungen welche in diesem Katalog nicht zu finden oder nicht eindeutig waren aus dem Netz zusammen gesucht.

      Danke fur die Webseite. Schau ich mir am Wochenende an, jetzt bin ich grad in Wien.
      Grüße aus der schönen Schweiz - Stefan
      Mitgründer der VA Infinity-Air
      Homecockpit im Bau: b737-hc.lima-city.de

    • Neu

      Folgenden LOWER EICAS Monitor kann ich empfehlen und werde ich in mein HC verbauen: Beetronics 10 Zoll Monitor Metall (4:3)
      Passt perfekt hochkant sogar mit Rahmen in den Vorbau zwischen die beiden FMC.
      Der Rahmen ist aus Metall und lässt sich ggf. sogar in boeinggrau überlackieren. Hinten ist eine VESA-Vorrichtung zur Befestigung von retrograd. Weiterhin sind noch zwei seitliche Metallhalterungen für die Tischmontage beigelegt. Auto-Power-On (Bild sobald Power oder Signal) funktioniert. HDMI oder VGA-Anschluss. Mit Fernbedienung -> Monitoreinstellung ohne Ausbau möglich.
      Meiner Meinung nach der perfekte Monitor für das LOWER EICAS.
      Gruß Norbert
      EDRO

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