Was ist mit der Bundeswehr los (A400M)

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    • Was ist mit der Bundeswehr los (A400M)

      Hallo,
      gerade eben gelesen:

      focus.de/politik/ausland/a400m…mali-fest_id_8413261.html

      Bei einem Stückpreis von über 180 Mio. Was ist los mit unserer Bundeswehr?
      Hubschrauber funktionieren nicht, viele Fahrzeuge stehen defekt herum. Mich würde mal interessieren was mit dem ganzen Etat passiert. Bei rd. 37 Milliarden Euro sollte man doch eigentlich mehr verlangen können.

      Wahrscheinlich funktionieren die in die Türkei und nach Saudi Arabien gelieferten Waffen und Geräte besser als unsere eigenen.

      Gruß
      Peter
    • Über 50% sind Lohnkosten für die Soldaten und Zivilisten. Von der anderen Hälfte bekommt so ziemlich alles die dt. Wirtschaft, um ihre Ingenieure und Doktoren bezahlen zu können, die so wunderbare Sachen erbauen wie nicht fliegende Helis und A400, nicht schwimmende U-Boote und Schiffe, bzw. bei Mercedes auch einen Boni von >5000,-EUR pro Mitarbeiter auszubezahlen ;)
      Gruß Oliver
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    • Nein selbst wenn die Entscheidungsträger in der Vergangenheit alles richtig gemacht hätten wäre ein Etat von 37 Mrd vermutlich ausreichend um eine Armee dieser Größe modern und verlässlich auszustatten wenn diese eine reine "Heimatarmee" wäre. Mit den vielen Auslandseinsätzen an denen man sich beteiligt ist es einfach nicht genug da diese enormen Material- und Personalverschleiss erzeugen.
      Allerdings ist es aich eine weit verbreiteter Irrglaube das es in anderen Armeen besser ausshehen würde. Die türkische Armee setzt bei der laufenden Operation natürlich nur ihre besten Verbände ein. Der normale türkische Soldat kann von einer Ausrüstung und Ausbildung wie die des Bundeswehrsoldaten nur träumen. Auch werden bei verschiedenen Armeen völlig andere Qualitätsstandards gesetzt. Ein Flieger den ein Bundeswehrtechniker als fluguntauglich einstufen muss, da die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls in den nächsten 100.000 Flugstunden bei 2-3% liegt würde in den meisten anderen Armeen als absolut Einsatzbereit gelten und wenn nicht dafür gibts ja den Schleudersitz ;)
      Es gibt wirklich nur eine Handvoll moderner Armeen die finanziell von der Ausrüstung her und logistisch in der Lage sind Einsätze in weit entferneten Gebieten dauerhaft durchzuführen, und damit meine ich nicht ein paar Blauhelmsoldaten irgendwo hinzustellen sondern eine Basis mitsamt Versorung Gerät und Personal zu betreiben, die auch zu allem in der Lage wären wenn die Rules of Engagement dies zulassen würden, die Türkei zählt auf keinen Fall dazu.
      Aber um noch einmal ein weiteres Beispiel zu nennen man hatte in Mali 4 Tiger Kampfhubschrauber im Einsatz, einer ist leider abgestürzt, um diese am laufen zu halten wurden ca. 35 Maschinen in Deutschland aus dem Flugbetrieb rausgenommen um als Erstzteillager oder sofortig verfügbarer Reserve bereit zu stehen. Bei einer Gesamtstückzahl von knapp 60 Maschinen wobei bei einem solch komplexen System auch bei anderen Armeen meist nur 50% einsatzbereit sind, ist damit die maximale Leistungsfähigkeit dieses Waffensystems erreicht bzw. überschritten. Bräuchte man jetzt noch in Afghanistan Kampfhubschrauber müsste man bei Alliierten wieder anfragen. Natürlich kann und wird man daran noch viel optimieren können aber im Prinzip wenn man solches Gerät einsetzen will muss man ganz einfach auch die Stückzahl erhöhen und das kostet Geld, viel mehr Geld als militärisches Gerät früher gekostet hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von honnebombl ()

    • Mich würde ja mal interessieren, wie das so bei den anderen Betreibern der A400M aussieht, haben die auch so schlechte Klarstände ?

      Denn ich habe irgendwie den Eindruck, daß immer nur die Bundeswehr von solchen technischen Problemen bei neu eingeführten Geräten betroffen ist. Vielleicht liegt es auch mit an der Bundeswehr, bzw. deren Beschaffungsbehörde oder den mal ausgehandelten Verträgen.
      Denn weshalb gab es z.B. Probleme mit der Außenwinde beim NH90, wohl wegen zu geringer Hebelast. Andere Betreiber haben auch Außenwinden, aber bei denen hat man von solchen Problemen nie was gehört. :ka:

      Dann muß eben Airbus Ersatzflugzeuge wie z.B. Boeing C-17 oder Lockheed C-130 Hercules zur Verfügung stellen.
      Mit freundlichen Grüßen Frank :)

      Angaben zu meiner Hardware:
    • zu #1

      @pezi schrieb:
      ....<Was ist los mit unserer Bundeswehr?
      Hubschrauber funktionieren nicht, viele Fahrzeuge stehen defekt herum..<......

      Es sind im Augenblick auch alle U-Boote (mit Brennstoffzellenantrieb) nichteinsatzfähig, weil es keine Ersatteile gibt. Das letzte Boot, das noch fuhr,hatte beim Auftauchen Grundberührung (quasi Tailstrike) und hat sich dieRuderflächen achtern beschädigt.

      Grund ist (für die fehlenden Ersatzteile) dass das Bundeswehrbeschaffungsamtkeine Mittel für die Ersatzteilversorgung vorgesehen hat. Die öffentliche hand wirtschaftet in einem sog. Kameralsystem
      wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/kameralistik.html

      Das machtes schwierig, wenn falsch geplant wird, warum auch immer. Lt. FAZ dieser Tage hat man im fall der U-Boote offensichtlich "vergessen" auch Mittel für Ersatzteile einzustellen.

      Ob der Grund ? Aber bei dieser Form des Wirtschaftens können keine Rücklagen gebildet werden. Geplante Geldmittel, nicht ausgegeben . können nicht in Rücklagen umgewandelt werden, sondern verfallen (und verringern im schlimmsten Fall das Budgets des Folgejahres. Daher werden in Kommunen häufig zum Jahresende "sinnlose" Ivestitionen getätigt.
      Gruß
      Bernd

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