Angepinnt Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 26.05.2018)

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 26.05.2018)

    Hallo zusammen

    Auch wenn im letzten halben Jahr nicht viel neue Hardware erschienen ist, habe ich meine PC-Liste überarbeitet. Ich habe dieses mal stärker auf die Qualität der Bauteile geachtet und darum einige Bauteile mit schlechten Bewertungen entfernt.

    Die Einteilung der PC-Varianten habe ich gleich gelassen. Die minimale Budgetvariante ist nur für FSX ausgelegt. Wenn man Prepar3D oder X-Plane einsetzen möchte, sollte man eine der stärkeren Varianten wählen. Je stärker der PC, um so bessere Grafik ist möglich.

    Zur Liste -> Flugsimulator-PC Varianten Mai 2018.pdf

    Welcher Flugsimulator

    FSX
    Nostalgiker werden natürlich ihren geliebten FSX wieder installieren. Der FSX braucht einfach mehr Einstellarbeit bis er gut läuft, aber daran sind wir uns ja gewöhnt. Mit all den Addons die bei vielen schon herumliegen sieht er auch ganz gut aus. Der FSX hat auch eine gute Flugschule dabei, mit der man sich Schritt für Schritt einarbeiten kann.

    Da der FSX als 32-bit-Anwendung recht beschränkt ist, genügen dafür die beiden Budgetvarianten. Der FSX verwendet nicht mehr als 8 GB RAM und hat auch von einer besonders starken Grafikkarte keinen Nutzen. Dem entsprechend erreicht der FSX aber auch nicht die Grafikqualität wie P3D und X-Plane. Wenn man Addons für den FSX kauft, sollte man darauf achten, dass sie auch für P3D kompatibel sind, damit man sich diesen Weg nicht verbaut.

    Prepar3D
    Prepar3D Version 4 ist im Sommer 2017 als 64-bit-Anwendung erschienen. Dadurch kann mehr als 4 GB RAM verwaltet werden. Der Vorteil ist, dass die Szenerie in einem grösseren Gebiet geladen und im RAM gehalten wird, was die Grafik deutlich verbessert und Ruckler beim Nachladen reduziert. Der Nachteil ist, dass die Anforderungen die P3D an den PC stellt dadurch angestiegen sind.

    X-Plane
    Die Grafik von X-Plane ist von Haus aus schon sehr gut. Wer mit wenig Addons auskommen möchte, bekommt hier also das beste Resultat. Wenn man vor hat, die Grafik mit diversen Addons zu verbessern, gleicht sich der Unterschied zu PreparD3 wieder aus, so dass die Wahl des Simulators von den eigenen Vorlieben abhängt.

    PC-Varianten

    Minimales Budget, 1200.-, nur für FSX
    Diese PC-Variante musste ich recht stark anpassen. Mir ist aufgefallen, dass das bisherige Netzteil eigentlich nicht für die Stromsparfunktionen der neuen Prozessoren ausgelegt ist. Dazu habe ich schlechte Bewertungen über das alte Gehäuse gelesen. Ich möchte euch aber Bauteile vorschlagen, mit denen ihr einen PC auch ohne grosse Probleme selbst zusammen bauen könnt. Ich habe dieses mal mehr auf die Qualität und die Aufrüstbarkeit geachtet. Es lohnt sich, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und dafür für längere Zeit etwas Gutes zu haben.

    Diese PC-Variante ist nur für FSX gedacht, der damit so gut wie möglich läuft. Erst wenn man mehrere Bildschirme oder eine sehr hohe Bildschirmauflösung hat, ist eine stärkere Grafikkarte sinnvoll.

    Für die anderen Simulatoren reicht die Leistung nicht aus um brauchbar fliegen zu können. Diese Variante sollte man darum nur wählen, wenn man nicht vor hat auf die neuen Simulatoren Prepar3D oder X-Plane um zu steigen.

    Budget-PC, 1700.-
    Die zweiten Variante ist etwas grosszügiger. Vor allem die Grafikkarte ist stärker. Damit laufen alle Simulatoren brauchbar. Man muss einen rechten Teil der Einstellungen aber recht tief setzen, damit es gut läuft.

    Mittlerer Flusi-PC, 2600.- Preis-Leistungs-Optimum
    Der mittlere Flusi-PC ist zum übertakten gedacht. Dadurch bekommt man gut 30 % mehr Prozessorleistung als mit der Budgetvariante. Es lohnt sich also durchaus, so viel zu investieren. In dieser Preisklasse bekommt man wirklich hochwertige und leistungsstarke Bauteile.

    Sehr starker PC, 3800.-
    Für Prepar3D und X-Plane reicht 16 GB RAM oft aus. Mit gewissen Addons kann man aber an die 16 GB-Grenze stossen, was den PC spürbar bremst. Da die RAM-Preise sehr hoch sind, habe ich trotzdem nur 16 GB gewählt. Wenn man sieht, dass die Auslastung auf 13 bis 15 GB ansteigt, sollte man den RAM weiter aufrüsten, da vermutlich schon einiges ausgelagert wird.

    Beide Simulatoren stellen vor allem bei hohen Auflösungen nun auch grosse Anforderungen an die Grafikkarte, so dass auch eine GTX 1080 oder 1080ti manchmal nicht übertrieben ist. Bei der Wahl der Grafikkarte muss man auch berücksichtigen, wie eine hohe Bildschirmauflösung und wie viele Bildschirme man damit betreiben will. Bei ein Bildschirm mit Full-HD (1920 x 1080) genügt meist eine der günstigeren Grafikkarten GTX 1060, 1070). Bei einem 4K-Bildschirm oder mehreren Bildschirmen limitiert aber oft die Grafikkarte so dass man mit der GTX 1080ti am besten bedient ist.

    Auch bei den stärksten PC-Varianten kommt man nicht um sorgfältiges Einstellen der Simulatoren herum. Es gibt keinen PC, der alle grafischen Möglichkeiten auf höchster Stufe bewältigen kann. Man soll wirklich nur die Einstellungen und Addons auswählen, die einem wirklich wichtig sind. Sonst hat man auch den besten PC schnell ausgebremst.

    Auch die Peripheriegeräte habe ich bei dieser Variante etwas grosszügiger ausgelegt. Bei einem grösseren Budget hat man natürlich auch mehr Möglichkeiten sich ein Homecockpit nach seinen Wünschen zusammen zu stellen und mit der Zeit auszubauen.

    Kühlung des Fractal Design Define R6
    Durch starken Grafikkarten entsteht im Gehäuse sehr viel Wärme. Um diese sicher abzuführen, muss man für eine gute Durchlüftung sorgen. Beim Gehäuse Fractal R6 sind bereits 2 Lüfter in der Front und einer hinten verbaut. Ich würde aber den hinteren Lüfter ausbauen und dafür ansaugend am Boden verbauen. Die Luft aus dem Schacht am Boden wird direkt zur Grafikkarte geführt.

    Beim starken PC würde ich im Boden noch einen zusätzlichen Lüfter einbauen. Damit die Luft auch wieder aus dem Gehäuse kommt, muss man beim starken PC die Abdeckungen der Öffnungen oben entfernen.

    Mit diesen Massnahmen bringt man die Wärme gut aus dem Gehäuse. Die Lüfter kann man über das Mainboard auf tiefe bis mittlere Drehzahl regeln, so dass der PC recht leise ist. Auch unter Last ist normalerweise nicht die volle Drehzahl nötig.

    Eine Wasserkühlung für CPU oder GPU ist nicht notwendig. Da ich mit einer Wasserkühlung schlechte Erfahrungen gemacht habe, kann ich diese auch nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Meine Kompaktwasserkühlung war immer recht laut und ist nach 2 Jahren ausgetrocknet.

    Laptop, 1900.-
    Ja, ein Laptop ist nicht zum Fliegen geeignet. Ich bin auch immer noch dieser Meinung. Ein Laptop muss möglichst klein und sparsam sein und kann dadurch nicht dieselbe Leistung bringen. Die Laptop-Prozessoren sind leider deutlich langsamer als die günstigsten PC-Varianten die ich aufgelistet habe (Leistung eines Cores). Bei allen Laptops ist auch die Kühlung im engen Gehäuse heikel bis problematisch. Es kommt einfach nicht genug Luft durch die Schlitze im Boden und auf der Rückseite. Die Kühlkörper im Laptop sind auch viel zu klein, um die Abwärme eines starken Prozessors und vor allem der Grafikkarte abzuführen.

    Trotzdem gibt es manchmal Umstände, die einen Laptop notwendig machen. Wenn man wirklich keinen Platz hat, einen PC dauernd stehen zu lassen oder auch unterwegs nicht aufs Fliegen verzichten möchte, kann ein Laptop eine Lösung sein. Wenn man etwas Platz für einen PC schaffen kann, fährt man mit einem normalen PC und einem Business-Laptop meist besser und günstiger. Ich habe hier als Grafikkarte eine GTX 1060 mobile gewählt. Bei einem Bildschirm ist diese sicher ausreichend.

    Vorteile Laptop
    - Platzbedarf klein, lässt sich weg räumen
    - für unterwegs geeignet

    Nachteile Laptop
    - geringere Leistung bei Prozessor und Grafikkarte
    - Hitzeentwicklung bei Gaming sehr hoch und Lüfter laut
    - kleiner Bildschirm
    - gebeugte Arbeitshaltung durch Bildschirmposition
    - mühsamere Bedienung mit Touchpad und kleiner Tastatur
    - schlechter Sound
    - Bauteile nicht selbst konfigurierbar
    - kaum aufrüstbar oder erweiterbar

    Da in einem Laptop schon alles fertig verbaut ist, ist die Bauteilliste natürlich kleiner. Ein Joystick und eine Maus gehören für eine gute Bedienung aber trotzdem daneben.

    Im Laptop den ich dieses mal gewählt habe, ist kein DVD-Laufwerk verbaut. Wenn man Software von CD installieren oder auch einmal eine DVD schauen möchte, muss man sich ein externes Laufwerk zulegen.
    viele Grüsse Martin

    Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 26.05.2018)
    Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

    i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit
  • Teil 2

    Liste zum anpassen an eigene Vorstellungen
    Je nach Programmen, die auf einem PC laufen sollen, sind natürlich einige Anpassungen nötig. Für normale Büroanwendungen, Internet, Videos, Fotobearbeitung und auch die meisten aktuellen Spiele ist man mit all diesen Varianten für die nächsten Jahre gut gerüstet. Für schnelle Ballerspiele sollte man einen Bildschirm mit hoher Bildfrequenz und kurzer Reaktionszeit (2-3 ms) wählen und eher eine stärkere Grafikkarte nehmen. Spezielle Grafikanwendungen und Videobearbeitung stellen natürlich auch höhere Ansprüche an Bildschirm, Grafikkarte, Prozessor, RAM und Festplattenspeicher. Da weiss vermutlich jeder selbst, was für ihn wichtig ist.

    Bei vielen Bauteilen gibt es auch vergleichbare von anderen Herstellern. Ich habe auch nicht jedes vorgeschlagene Bauteil bis ins Detail angeschaut. Mein PC, den ich mir vor 4 Jahren selbst zusammen gebaut habe, liegt etwa im mittleren Bereich. Da kenne ich also einige Bauteile aus eigener Erfahrung. Die anderen habe ich anhand von technischen Daten und Testberichten ausgewählt.

    Die Seite Geizhals.de bietet gute Filterfunktion, so dass man schnell passende Angebote findet. Ich habe alles mit minimalen Geizhalspreisen gerechnet. Ich möchte damit aber nicht für diese Webseite Werbung machen und ich verdiene auch nichts an den Links. Je nachdem, wo man sich die Bauteile besorgt, sind die Preise eher noch etwas höher. Mit kurzfristigen Aktionen oder gebrauchten Bauteilen kann man dafür möglicherweise noch ein wenig sparen. Die Liste soll vor allem ein Anhaltspunkt sein, was man zu welchem Preis etwa erwarten kann.

    Windows 10
    Windows 10 habe ich gewählt, weil die Prozessoren ab der 7. Generation von den alten Windowsversionen nicht mehr unterstützt werden.

    Diverses
    Dazu kommen auch noch Versandkosten. Wenn man den PC nicht selbst zusammenbauen will, kommen noch Kosten für die Montage dazu.

    Wer Fragen, Anregungen oder Korrekturen zu der Liste hat, kann mir gerne schreiben. Ich konnte die originale Excel-Datei hier nicht anhängen. Wer die Excel-Datei zum abändern möchte, kann mir gerne eine PN mit seiner Mailadresse senden.

    viele Grüsse Martin
    viele Grüsse Martin

    Flugsimulator-PC und Zubehör je nach Budget (Stand: 26.05.2018)
    Flight Simulator X - richtig einstellen und verstehen (Stand: 10.10.2017)

    i5-4670K @4.0 GHz, 12 GB RAM, ASUS 660 GTX, 2 Bildschirme, W 7 64-bit